zur Navigation springen

Robin Wood, Autonome, Verdi : G20-Gipfel im Juli: Zehntausende wollen in Hamburg demonstrieren – auch gegen Trump

vom

Am 7. und 8. Juli werden die Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2017 | 13:21 Uhr

Hamburg | Ein breites Bündnis unterschiedlicher Organisationen will am 8. Juli in Hamburg gegen den G20-Gipfel demonstrieren. Erwartet würden viele Zehntausend Protestierende aus dem In- und Ausland, teilte Attac Deutschland am Donnerstag in Frankfurt/Main mit. Zu dem zweitägigen G20-Gipfel in der Hansestadt am 7. und 8. Juli werden Staats- und Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern erwartet, darunter US-Präsident Donald Trump.

Andreas Grünwald vom Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung betonte, es gebe eine Verständigung im Bündnis, dass es eine „politische Demonstration mit Kind und Kegel“ werden solle. „Keine Scharmützel mit der Polizei.“ Diese Vereinbarung werde auch von autonomen Gruppen getragen. Darüber hinaus haben sich unter anderem die Grüne Jugend, Verdi Hamburg, die Nordkirche, die Naturschutzorganisation Robin Wood und die Interventionistische Linke dem Bündnis angeschlossen.

„Das wird die zentrale Demonstration“, sagte Grünwald. Momentan rechne man mit mehr als 60.000 Teilnehmern, doch auch 100.000 seien möglich. „Da werden die Straßen blockiert sein.“ Im Vorfeld seien mehrere kleinere Protestzüge geplant. „Wir werden unsere Solidarität mit all jenen zum Ausdruck bringen, die weltweit durch Proteste, Streiks oder Aufstände der Politik der G20 entgegentreten“, heißt es in einem Aufruf des Bündnisses. „Unser Verlangen nach einer Welt des Friedens, der globalen Gerechtigkeit und der grenzenlosen Solidarität wird unüberhörbar sein.“

Als Ausgangspunkt der Demonstration angemeldet ist nach Angaben von Attac Deutschland die Moorweide nahe des Bahnhofs Hamburg-Dammtor. Die Abschlusskundgebung sei auf dem Heiligengeistfeld im Stadtteil St. Pauli geplant. Bereits am 5./6. Juli sei ein Alternativgipfel in Hamburg vorgesehen, berichtete Grünwald. Am 11. Februar gibt es eine Aktionskonferenz unter dem Motto „G20 entern - Kapitalismus versenken“ an der Universität Hamburg.

Mehr als 30.000 Menschen unterstützen zudem inzwischen eine Online-Petition. Darin fordert Organisator Martin Nieswandt aus Hamburg, dass die Bundesregierung Trump wieder ausgeladen solle, wenn er am US-Einreiseverbot für viele Muslime festhalte.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen