Gefängnis auf Zeit : G20-Gipfel: Hamburg plant Sammelstelle für Gefangene

Einen Vorgeschmack auf den G20-Gipfel lieferte das Sicherheitsaufgebot beim OSZE-Gipfel in Hamburg.

Einen Vorgeschmack auf den G20-Gipfel lieferte das Sicherheitsaufgebot beim OSZE-Gipfel in Hamburg.

Beim G20-Gipfel wird mit zahlreichen Ausschreitungen gerechnet. Für Festgenommene wird es extra ein Gefängnis geben.

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06. Januar 2017, 20:01 Uhr

Hamburg | Die Polizei in Hamburg richtet zum G20-Gipfel im Juli eine Gefangenensammelstelle im Hamburger Stadtteil Harburg ein. „Das ist geplant. Die Sammelstelle soll aber nach dem Gipfel wieder aufgelöst werden“, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Beim Treffen der Staats- und Regierungschef wird mit heftigen Protesten gerechnet.

Das Gefängnis auf Zeit soll nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ in einem ehemaligen Lebensmittelgroßhandel entstehen, der derzeit noch als Erstaufnahme für Flüchtlinge genutzt wird. Das Gebäude solle Platz für bis zu 400 Gefangene bieten.

Das Onlineportal „harburg-aktuell“ berichtet, dass der ehemalige Großmarkt an der Schlachthofstraße für etwa drei Millionen Euro umgebaut werden soll. Festgenommene Personen sollen demnach in Einzelzellen untergebracht werden. Zudem sollen in Bürocontainern Staatsanwälte, Richter und Verteidiger sitzen. Auch Ansprechpartner für Botschaften oder Konsulate sollen vor Ort sein. Zum G20-Gipfel werden auch zahlreiche Demonstranten aus dem Ausland erwartet.

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