Hamburg : G20-Gegner bekennen sich zu Brandanschlag auf Polizeiwagen

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Vier Polizeitransporter wurden durch das Feuer zerstört.

Acht Polizeiwagen brannten. Die G20-Gegner wollten die „heißen Tage vor dem Gipfel anheizen“.

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28. März 2017, 10:02 Uhr

Hamburg | Nach dem Brand von acht Polizeiautos in Hamburg ist ein Bekennerschreiben von Gegnern des G20-Gipfels in der Hansestadt aufgetaucht. Unter dem Titel „Ganz Hamburg hasst die Polizei - die ganze Welt hasst die Polizei“ schreibt der Absender „Smash G20“ in dem linken Online-Portal „Indymedia“: „Wir wollten es uns (...) nicht nehmen lassen, die heißen Tage vor dem Gipfel anzuheizen.“ Die Polizei berichtete am Dienstagmorgen über entsprechende Medienberichte, dass es ein Bekennerschreiben gebe, machte aber zunächst keine weiteren Angaben.

Durch den Brand wurde erneut eine Diskussion um die Sicherheit beim G20-Gipfel ausgelöst.

Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum Montag acht Polizeiautos in Brand gesetzt. Vier Mannschaftswagen seien vollständig ausgebrannt, zwei weitere Mannschaftswagen und zwei zivile Funkstreifenwagen in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Erst am 17. März war ein zum Schutz von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) abgestellter Mannschaftswagen der Polizei in Altona-Altstadt völlig ausgebrannt. Kurz zuvor war im Stadtteil Winterhude ein Wagen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Flammen aufgegangen. Im Internet hatten sich Unbekannte anonym unter der Überschrift „In Hamburg sagt man tschüss - auch zu Bullenkarren“ zu den Anschlägen bekannt. Am 7./8. Juli treffen sich in Hamburg beim G20-Gipfel Staats- und Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern.

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