Hamburg : Fund von Diebesgut in Wilhelmsburg: Polizei sucht Schmuckbesitzer

Uhren und Schmuck: Die Polizei hofft auch die rechtmäßigen Eigentümer.
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Uhren und Schmuck: Die Polizei hofft auch die rechtmäßigen Eigentümer.

Die Polizei steht vor einem Rätsel: In Wilhelmsburg tauchen Schmuck und Uhren auf, die gestohlen wurden. Aber keiner weiß wo.

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26. Januar 2018, 16:18 Uhr

Hamburg | Nach mehreren Funden von Schmuck und Uhren an einer Straße in Hamburg-Wilhelmsburg stehen die Ermittler der „Soko Castle“ vor einem Rätsel. Die ersten Schmuckstücke fanden Beamte nach einem Einbruch in der Nacht zum 28. Juli vergangenen Jahres, wie Kriminaloberkommissar Sebastian Schröder am Freitag sagte. Bis Ende August hätten Anwohner im Gebüsch, auf Grundstücken, vor Türen immer wieder Uhren, Schmuck und sogar Einbruchswerkzeug entdeckt. Alle Funde wurden im Umkreis von wenigen hundert Metern gemacht.

Woher die Sachen stammen, ist unklar. Sie gehören jedenfalls nicht den Wohnungsinhabern, bei denen in der Straße eingebrochen wurde. „Es gibt mehr Fragen als Antworten“, sagte Schröder. Die Soko hofft, dass sich nach der Veröffentlichung von Fotos die rechtmäßigen Eigentümer der Fundsachen melden. „Es geht uns darum, mögliche weitere Tatorte zu ermitteln.“ Möglich sei, dass Einbrecher die Stücke auf der Flucht weggeworfen oder den Wert der Sachen falsch eingeschätzt haben. Den Wert des Schmucks konnte auch Schröder nicht schätzen, es seien aber Dinge aus Gold dabei. Für besonders auffällig hält der Ermittler die Schmuckschatullen.

Die Soko Castle bekämpft die Einbruchskriminalität in Hamburg offenbar mit Erfolg. Mitte Januar hatte die „Bild“-Zeitung berichtet, die Zahl der Fälle sei im vergangenen Jahr auf 5769 gesunken, nach 7510 im Jahr 2016. Im Vergleich zu 2015, als 9006 Taten gezählt wurden, bedeute die neue Zahl einen Rückgang um 36 Prozent. Eine Polizeisprecherin wollte sich dazu am Freitag nicht äußern. Die offizielle Kriminalstatistik soll Anfang Februar vorgestellt werden.

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