TT-Line Company aus Australien : FSG soll zwei neue Fähren für „Spirit of Tasmania“ bauen

Die bisherigen Schiffe der Spirit-of-Tasmania-Linie (Baujahr 1998, 195 Meter lang, 25 Meter breit) sollen ersetzt werden. Die neuen Schiffe sollen mehr Passagiere und mehr Fracht aufnehmen können.
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Die bisherigen Schiffe der Spirit-of-Tasmania-Linie (Baujahr 1998, 195 Meter lang, 25 Meter breit) sollen ersetzt werden. Die neuen Schiffe sollen mehr Passagiere und mehr Fracht aufnehmen können.

Zwei weitere Fährschiffe soll die Flensburger Werft bauen, teilt die TT-Line Company in einer Pressemitteilung mit.

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10. Januar 2018, 08:48 Uhr

Flensburg | Ein neuer Großauftrag bahnt sich an für die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG). Wie die australische Zeitung „The Advocate“ berichtet, habe die staatseigene TT-Line Company (Spirit of Tasmania) einen Vorvertrag über den Bau neuer Schiffe abgeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende Mike Grainger teilte in einer entsprechenden Pressemitteilung mit, Vertragsverhandlungen würden nun beginnen, um Details zu klären. Die FSG sei aus einer Reihe internationaler Werften ausgewählt worden, um die maßgeschneiderten Schiffe zu bauen.

Erst Anfang des Jahres verkündete die FSG einen millionenschweren Auftrag für Irish Ferries. Die Flensburger Werft soll die weltweit größte Kreuzfahrtfähre bauen. In den Büchern steht außerdem eine mit Flüssiggas betriebene Fähre für die französische Brittany Ferries (Übergabe Mitte 2019).

„Wie bereits angekündigt, planen wir eine Bestellung für die neuen Schiffe in der ersten Hälfte des Jahres und die Auslieferung im Jahr 2021.“ Die Schiffe sollen danach in der Bass Strait zwischen Australien und Tasmanien eingesetzt werden.

Die FSG hat bereits Erfahrung mit Schiffen, die später in der Bass Strait unterwegs sein sollen. Die Searoad Mersey II wurde in Flensburg gebaut und ist in der Meerenge im Einsatz.

FSG-Chef Rüdiger Fuchs sagte laut Pressemitteilung, die Werft sei „froh und stolz, von der TT-Line ausgewählt worden zu sein, um die zwei Fähren der neuen Generation zu bauen.“

Die neuen Schiffe sollen 212 Meter lang und 31,5 Meter breit sein – 30 Prozent größer als die derzeit im Einsatz befindlichen Fähren. Sie sollen mit Diesel und Flüssiggas betrieben werden können. Beide Schiffe könnten jeweils rund 300 Millionen Euro kosten. Die derzeit in Flensburg im Bau befindliche Fähre für Irish Ferries mit dem Namen W.B. Yates soll im Juni ausgeliefert werden. Kostenpunkt: Rund 144 Millionen Euro.

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