Hamburg : Früherer Lindenstraßen-Regisseur Claus Peter Witt gestorben

<p>Claus Peter Witt im Mai 1987 bei Dreharbeiten zu „Lorentz und Söhne“ (ZDF).</p>

Claus Peter Witt im Mai 1987 bei Dreharbeiten zu „Lorentz und Söhne“ (ZDF).

Witt starb in Hamburg. Mit „Die Gentlemen bitten zur Kasse“ schrieb er schon als junger Regisseur Fernsehgeschichte.

shz.de von
19. Mai 2017, 20:19 Uhr

Hamburg | Der TV-Regisseur Claus Peter Witt ist tot. Er starb bereits am 8. Mai im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit in einem Hamburger Krankenhaus, wie seine älteste Tochter Josefine Grünberg am Freitag bestätigte. Seine Karriere begann Witt, der 1932 in Berlin geboren wurde, zunächst als Schauspieler und Regieassistent. Später arbeitete er auch als Drehbuchautor und Fernsehregisseur.

Er wirkte an einer Reihe beliebter Produktionen mit, unter anderem bei der ARD-Serie „Lindenstraße“ und der deutsch-österreichischen Fernsehserie „Schlosshotel Orth“. Für seine Regiearbeit beim Fernsehdreiteiler „Die Gentlemen bitten zur Kasse“ mit Horst Tappert in der Hauptrolle, der vom legendären Postzugraub in Großbritannien 1963 handelt, erhielt er die Goldene Kamera. Er hatte das Regie-Zepter von einem auf den anderen Tag übernehmen müssen, weil der eigentliche Leiter John Olden – Inge Meysels Ehemann – während der Dreharbeiten verstarb.

„Wir sind stolz und ihm sehr dankbar für seine großartige Arbeit, die ihn sehr erfüllt hat und mit der er viel zur deutschen Fernsehkultur beigetragen hat“, erklärte Grünberg. Die Trauerfeier und Beisetzung sollen ihren Angaben zufolge am 9. Juni im engsten Familienkreis in Hamburg stattfinden.

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