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Hamburg : Friedliche „Revolutionäre“ 1.-Mai-Demo mit etwa 2500 Teilnehmern

vom

Die Mai-Demos stehen unter dem Eindruck des G20-Treffens im Juli in Hamburg. Manche hatten einen Krawall-„Testlauf“ gefürchtet.

shz.de von
erstellt am 01.Mai.2017 | 19:02 Uhr

Hamburg | Begleitet von einem starken Polizeiaufgebot haben am Montagabend mehr als 2000 Linksextremisten in Hamburg demonstriert. Die sogenannte revolutionäre 1.-Mai-Demonstration begann an der Sternschanze und bewegte sich mit Sprechchören in Richtung Jungfernstieg. Zu Zwischenfällen kam es nicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Polizei hielt Wasserwerfer in Bereitschaft und beobachtete die Lage von einem Hubschrauber aus. Sie gab die Teilnehmerzahl mit 2500 an. Anmelder ist die kommunistische Gruppierung „Roter Aufbau“, Motto: „Krieg und Krise haben System. G20 entern, Kapitalismus versenken.“

Seit vielen Jahren ist es traurige Tradition, dass linke Gruppen den Maibeginn zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Polizisten nutzen. Schwerpunkt ist meist das Schanzenviertel rund um die Rote Flora.

 

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr die Aktion in diesem Jahr vor allem wegen des gut zwei Monate später stattfindenden G20-Gipfels, zu dem Anfang Juli Linksextremisten aus ganz Europa in Hamburg erwartet werden. Diesmal jedoch zeigten sich die Demonstranten friedlich - ohne größere Zwischenfälle wanderte der Demo-Zug bis zum Jungfernstieg. Dort wurde die Demonstration nach kurzer Kundgebung ohne Redebeiträge beendet. Die Teilnehmer gingen ihre sehr lange Strecke ab und sangen zwischendurch die Internationale.

 

An der Spitze des Demonstrationszuges vom Montag hieß es auf einem roten Transparent: „G20 entern! - Krieg und Krise haben System!“. Auf einem anderen Banner stand: „Für Klassenkampf und Revolution!“ Auch Fahnen mit dem Bild des Chefs der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, waren zu sehen. Es kam zu vereinzelten Böllerwürfen.

Die geplanten Zwischenkundgebungen fanden nicht statt. Der Veranstalter sagte sie kurzfristig ab. 

Bereits am Vormittag hatten in Hamburg fast 8000 Menschen an einer Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes teilgenommen. Auch Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) war dabei.

Andy Grote (SPD), Innensenator Hamburgs, besucht vor Beginn der Demo  Polizeikräfte im Schanzenviertel.
Andy Grote (SPD), Innensenator Hamburgs, besucht vor Beginn der Demo Polizeikräfte im Schanzenviertel.
 
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