Hamburger Jungfernstieg : Frau und Kind im Affekt erstochen? Neues Gutachten im Prozess um Doppelmord gefordert

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Ex-Partnerin und die gemeinsame einjährige Tochter am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg nach Sorgerechtsstreitigkeiten erstochen zu haben.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Ex-Partnerin und die gemeinsame einjährige Tochter am Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg nach Sorgerechtsstreitigkeiten erstochen zu haben.

Ein Vater steht wegen Doppelmordes vor Gericht – doch sein Verteidiger möchte kurz vor Prozessende noch ein neues Gutachten.

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04. Dezember 2018, 11:28 Uhr

Hamburg | Im Prozess um den Doppelmord an der Hamburger S-Bahnstation Jungfernstieg hat der Verteidiger am Dienstag ein weiteres Gutachten gefordert. Er schlage einen psychologischen Sachverständigen vor, der ausführen solle, dass es sich doch um eine Affekttat gehandelt haben könnte, erklärte der Anwalt vor dem Hamburger Landgericht.

Das hatte zuvor ein Psychiater im Prozess bei seiner Befragung durch die Richter ausgeschlossen. Das Gericht unterbrach die Verhandlung für eine Beratung über den Antrag und wollte noch am Dienstag seine Entscheidung bekanntgeben. Wann es zu den Plädoyers kommen könnte, war zunächst unklar.

Vor dem Hamburger Landgericht ist ein 34-Jähriger aus dem westafrikanischen Niger angeklagt, seine Ex-Partnerin und die gemeinsame kleine Tochter im April mit einem Messer getötet zu haben.

Weiterlesen: Mutter und Kind am Jungfernstieg getötet – Vater gesteht zu Prozessbeginn

Er selbst hatte das Verbrechen gestanden. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass Hintergrund der Tat ein Sorgerechtsstreit war.

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