Grundsanierung des Vorfeldes : Flughafen Hamburg: Landebahn-Sperrung sorgt im Frühjahr für mehr Fluglärm

Seit 2016 wird das Vorfeld des Hamburger Flughafens saniert.
Seit 2016 wird das Vorfeld des Hamburger Flughafens saniert.

Die nordöstliche Landebahn wird vom 12. April an gesperrt. Flüge werden dann über die anderen drei Bahnen abgewickelt.

shz.de von
14. Februar 2018, 16:52 Uhr

Hamburg | Flughafenanrainer in den Kreisen Pinneberg und Segeberg müssen sich im Frühjahr auf vermehrten Fluglärm einstellen. Vom 12. April bis zum 23. Mai sperrt der Hamburger Airport die nordöstliche Landebahn über Langenhorn/Stormarn und wickelt die Flugbewegungen in dieser Zeit über die verbleibenden drei Bahnen ab.

Ein großer Teil davon dürfte auf die Runway in Richtung Norderstedt/Quickborn/Hasloh führen, die ohnehin meist benutzte des Helmut-Schmidt-Flughafens. „Die Entscheidung, welche Bahn genutzt wird, treffen die Lotsen der Deutschen Flugsicherung im Tower – abhängig von Wetter-, Sicherheits- und Verkehrslage“, teilte der Airport gestern mit.

Grund der Sperrung ist die seit 2016 laufende Grundsanierung des Vorfeldes. In der nun begonnenen fünften von zehn Bauphasen werden im April/Mai zusätzlich auch Rollwege erneuert, die das Vorfeld mit dem Start- und Landebahnsystem verbinden. Durch die Nähe zur Piste 05/23 (Niendorf/Langenhorn) sind dabei Sicherheitsabstände einzuhalten, so dass Landungen aus Richtung Nordosten dann nicht möglich seien.

Insgesamt sei bei der 120 Millionen Euro teuren Vorfeldaufrischung Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Der fünfte Bauabschnitt soll im Juni abgeschlossen sein, ab dann würden wieder alle Piers zur Verfügung stehen. Derzeit sind noch fünf Fluggastbrücken mit direktem Zugang vom Terminal zu den Fliegern gesperrt. Flugzeuge müssen daher zum Teil auf dem 2,5 Kilometer entfernten Vorfeld 2 parken, die Passagiere mit Bussen transportiert werden.

Im Sommer sollen zwei Drittel des 330.000 Quadratmeter großen Hauptvorfeldes erneuert sein. Die Sanierung ist erforderlich, weil die bis zu 60 Jahre alten Betonpisten verschlissen sind. Die Gesamtmaßnahme soll 2020 abgeschlossen sein.

Die Arbeiten umfassen außer der Erneuerung des Betonbelags samt Unterbau auch den Austausch sämtlicher Leitungen und technischer Einrichtungen. Zugleich werden Linienführung und Beschriftung angepasst, um Roll- und Standzeiten der Maschinen zu verkürzen. Obendrein sollen sich dank der sanierten Oberfläche die Rollgeräusche verringern, versprechen die Verantwortlichen.

Als innovativ preist der Flughafen ein neues Befeuerungssystem namens „Follow the Greens“. Grüne Lichter im Vorfeld zeigen den Piloten künftig den Weg zur zugewiesenen Start- oder Abstellposition, das spart Personal für die Einweisung.

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