zur Navigation springen

Notunterkunft in Billstedt : Flüchtlinge ziehen in Hamburger Landesfeuerwehr-Akademie

vom

Die Zahl der Flüchtlinge in Hamburg steigt. Für die Neuankommenden braucht die Stadt auch provisorische Unterkünfte - und ist jetzt bei der Feuerwehr fündig geworden.

Hamburg | In der Landesfeuerwehr-Akademie in Hamburg ist eine Notunterkunft für 200 Flüchtlinge eingerichtet worden. Sie sei in der vergangenen Nacht mit 176 Menschen belegt worden, berichtete ein Sprecher der Hamburger Innenbehörde am Dienstag. Es gehe darum, Neuankömmlinge schnellstmöglich mit einem Dach über dem Kopf zu versorgen. Daher schaue die Stadt, ob Räumlichkeiten bei Feuerwehr und Polizei vorübergehend genutzt werden könnten. „Wir brauchen einen Puffer“, ergänzte der Sprecher.

Im 1. Halbjahr 2015 haben sich nach Angaben der Sozialbehörde 12.536 Menschen in der zentralen Erstaufnahme gemeldet und einen Asylantrag gestellt. Hiervon blieben nach der bundesweiten Verteilung auf Basis des Königsteiner Schlüssels 6443 in Hamburg, von denen 5725 auf eine Unterbringung angewiesen waren. Damit seien bereits im 1. Halbjahr die Zahlen erreicht worden, die im gesamten Vorjahr verzeichnet wurden.

Die Halle im Stadtteil Billstedt wurde mit Feldbetten bestückt. Wie lange sie genutzt werden wird, ist offen. Hamburgs Innenbehörde will in den kommenden Wochen bis zu sieben Container-Dörfer für insgesamt rund 20.000 Flüchtlinge errichten.

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen benötigt der städtische Dienstleister „Fördern & Wohnen“, der sich um die Flüchtlinge kümmert, mehr Hilfe von Medizinern in den Erstaufnahmen. „Ich gehe davon aus, dass noch mehr Ärzte gebraucht werden“, sagte eine Sprecherin. Ein Grund dafür sei, dass Flüchtlinge nicht mehr sofort auf andere Bundesländer verteilt werden könnten und daher in Hamburg untersucht werden müssten. Mit einem ärztlichen Zentrum gebe es bereits eine Kooperation, ergänzte die Sprecherin.

 

zur Startseite

von
erstellt am 04.Aug.2015 | 13:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen