Entwarnung : Fliegerbombe in Hamburg-Wandsbek entschärft

Die 1000-Pfund-Bombe wurde bei Bauarbeiten entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst ist bereits vor Ort.

shz.de von
22. August 2018, 22:32 Uhr

Hamburg | Der Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg hat am Mittwochabend im Stadtteil Wandsbek eine fast 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die amerikanische Fliegerbombe mit zwei unterschiedlichen Zündern war am Nachmittag bei Bauarbeiten entdeckt worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Beginn der ursprünglich für 19.00 Uhr geplanten Entschärfung hatte sich um fast zwei Stunden verzögert, unter anderem weil sich laut Polizei einige Menschen geweigert hatten, den Sperrbereich zu verlassen.

Während der Arbeiten durften sich im Umkreis von 300 Metern keine Menschen aufhalten. Im Umkreis von 300 bis 600 Metern war ein Aufenthalt im Freien aus Sicherheitsgründen untersagt. In dem gesamten Bereich leben nach Angaben der Feuerwehr rund 7200 Menschen, etwa 1000 davon in der inneren Sperrzone. Für betroffene Anwohner wurde eine Notunterkunft im Matthias-Claudius-Gymnasium eingerichtet.

Wegen der Entschärfung mussten unter anderem auch ein Einkaufszentrum und ein Pflegeheim geräumt werden. Auch der Feierabendverkehr war erheblich behindert. So waren schon Stunden vor der Entschärfung etliche Straßen gesperrt, auf der S-Bahn-Linie S1 wurde der Verkehr nach Angaben der S-Bahn Hamburg zwischen Hasselbrook und Barmbek vorübergehend eingestellt. Gleiches galt für die U-Bahnlinie 1 zwischen Wartenau und Wandsbek Gartenstadt. Zudem mussten zahlreiche Buslinien laut Hochbahn weiträumig umgeleitet werden.

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