Streit um Künstlerhof : Fettes Brot und Co. für „Viva La Bernie“ - Mediation vorgeschlagen

Die Gruppe Fettes Brot muss eventuell ausziehen.

Die Gruppe Fettes Brot muss eventuell ausziehen.

Ein geplanter Runder Tisch in Altona wurde abgesagt. Nun sollen Vermittler helfen.

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13. November 2018, 11:55 Uhr

Hamburg | Im Streit zwischen den Käufern und den teils prominenten Mietern des Künstlerhofs an der Bernstorffstraße 117 hat das Bezirksamt Altona eine Mediation vorgeschlagen. Die Positionen beider Seiten seien noch zu weit auseinander, heißt es in der Begründung. Zuvor war ein für Mittwoch geplanter Runder Tisch in Hamburg abgesagt worden, weil es auch eine begleitende Kundgebung geben sollte.

Die Berliner Investoren Christoph Reschke und Alexander Möll hatten das Areal 2017 erworben. Auf dem Hof leben und arbeiten rund 110 Handwerker und Künstler, darunter auch Rocko Schamoni und die Hip-Hop-Gruppe Fettes Brot. Sie befürchten, dass sie langfristig durch Mieterhöhungen von dem Gelände vertrieben werden sollen.

Die Hofgemeinschaft möchte den Hof in Eigenregie übernehmen und hat den Eigentümern ein Kaufangebot über sieben Millionen Euro gemacht. „Wir begrüßen die Idee eines Mediators“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins „Viva la Bernie“. Es sei an der Zeit, dass Reschke und Möll, Geschäftsführer von Hines Immobilien Deutschland, konkret sagen, welche Rendite sie sich für den Hof vorstellten. „Unsere Zahlen liegen seit langem offen auf dem Tisch.“

Auch die privaten Eigentümer stimmen einer Mediation ausdrücklich zu. „Die Eigentümer hoffen auf eine schnelle Rückkehr auf die Sachebene und einen neuen Anlauf zu vertraulichen, konstruktiven Gesprächen im Bezirksamt“, heißt es in einer Stellungnahme. Das Angebot für 25 Jahre zu Mieten deutlich unterhalb des ortsüblichen Niveaus und ein Vorkaufsrecht blieben uneingeschränkt bestehen.

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