Hamburg : Fernwärmetrasse von Aurubis zur Hafen-City soll im September fertig sein

Das Logo des Kupferkonzerns Aurubis. /Archiv
Aurubis ist ein deutscher Kupferproduzent mit Sitz in Hamburg. /Archiv

Eigentlich sollte die Trasse schon im April eröffnet werden. Es geht um 500 Millionen Kilowatt Fernwärme.

shz.de von
13. März 2018, 13:25 Uhr

Hamburg | Die Fernwärmetrasse von der Kupferhütte Aurubis bis zur östlichen Hafencity wird voraussichtlich zur Heizsaison im September fertig. Der ursprünglich geplante Termin April konnte wegen Umplanungen nicht gehalten werden, wie das hannoversche kommunale Energieunternehmen Enercity als Bauherr der Trasse mitteilte.

Aurubis könnte jährlich bis zu 500 Millionen Kilowattstunden Fernwärme aus seinen Produktionsprozessen nach Hamburg liefern und damit bis zu 140.000 Tonnen des klimaschädlichen CO2 einsparen. Die Fernwärmeleitung in die östliche Hafencity spart jährlich rund 4500 Tonnen CO2 ein.

Mit der Absenkung eines rund 90 Meter langen Dükers in den Baakenhafen im Hamburger Hafen wurde am Dienstag ein wesentlicher Baufortschritt erreicht. Das rund 125 Tonnen schwere Beton- und Stahlrohrbauteil wurde von fünf Autokränen und einem Schwimmkran zu Wasser gelassen. Es wird an einem Verlege-Katamaran befestigt, nach Ostern in den Peutekanal gezogen und dort dauerhaft verlegt.

Der Düker besteht aus zwei Fernwärmeleitungen mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern und einer Betonummantelung als Ballast. Durch die Leitungen fließt künftig industrielle Abwärme aus der Kupferhütte Aurubis und heizt Gebäude in der östlichen Hafencity. Beide Partner zusammen investieren mehr als 30 Millionen Euro in das Projekt. Ein weiterer Düker zur Querung des Martkanals soll in den kommenden Monaten entstehen.

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