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Vorwurf der Volksverhetzung : Fernsehzuschauer zeigt Til Schweiger an

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Schauspieler Til Schweiger hat momentan ein ganz besonderes Anliegen: Er möchte Flüchtlingen in Deutschland helfen. Jetzt liegt eine Anzeige gegen ihn vor.

Til Schweiger sorgt in letzter Zeit immer wieder für Aufsehen. Doch eigentlich überwiegend positiv: Er engagiert sich im hohen Maße für die Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, plant sogar den Bau einer neuen Flüchtlingsunterkunft. Doch vielen scheint sein Engagement nicht in den Kram zu passen. Immer wieder wird der Schauspieler deswegen auf Facebook beschimpft, laut Hamburger Abendblatt soll jetzt sogar eine Anzeige gegen den „Honig im Kopf“- Regisseur vorliegen.

Til Schweiger setzt sich dieses Jahr besonders für Flüchtlinge ein. Im Juni rief er seine Facebook-Fans dazu auf, eine Initiative für Flüchtlinge in Hamburg zu unterstützen. Daraufhin folgten zahlreiche abfällige, rassistische Kommentare. Der Schauspieler ließ daraufhin seiner Empörung freien Lauf und bezeichnete die Hasskommentatoren in einem weiteren Post als „empathieloses Pack“. Doch das schreckte den neuen Tatort-Kommissar nicht ab. Er diskutiert weiter, tritt in vielen TV-Sendungen auf, um der Flüchtlingsproblematik mehr Ausdruck zu verleihen. Auch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel führte er bereits Gespräche, wofür er nochmals Häme erntete. Schweiger zeigte sich in einem weiteren Post geschockt und äußerte seine Wut: „Ihr seid so arm....!!!! Anstatt uns bei einer extrem wichtigen Sache zu unterstützen, giesst ihr eure Häme aus...!“


Laut Abendblatt ermittelt zurzeit die Staatsanwaltschaft gegen Schweiger. Ein Rechtswissenschaftler aus Münster hat ihn angezeigt und wirft ihm Volksverhetzung vor. Er bezieht sich auf eine Äußerung des Schauspielers in der Sendung „Menschen bei Maischberger“. Am 18. August sagte Schweiger in der Sendung: „Ich glaub noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen ,heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht und morgen kommt ihr hier nicht mehr her'.“

Die Staatsanwaltschaft muss bei dem Vorwurf der Volksverhetzung immer ein Ermittlungsverfahren einleiten. Ob die Klage Aussicht auf Erfolg hat, spielt dabei keine Rolle.

 
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erstellt am 04.Sep.2015 | 13:50 Uhr

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