Song „Intifada“ der Band Ska-P : FC St. Pauli entschuldigt sich für antisemitischen Song

Das Logo des FC St. Pauli am Hamburger Millerntor-Stadion.
Das Logo des FC St. Pauli am Hamburger Millerntor-Stadion. B. Marks/Archiv

Der Song der spanischen Skapunk-Band enthält Kritikern zufolge antisemitische Passagen.

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11. Dezember 2017, 17:50 Uhr

Hamburg | Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli haben sich für die Auswahl eines Liedes im Rahmen des Punktspiels gegen den MSV Duisburg (2:2) öffentlich entschuldigt. Vor dem Heimspiel am Sonntag war der Song „Intifada“ der Band Ska-P am Millerntor abgespielt worden. Das bedauerte der Verein nun. „Das Lied ,Intifada' der Band Ska-P hat antisemitische Textzeilen.

In dem Song heißt es unter anderem: „Die Opfer sind zu Henkern geworden, alles hat sich verkehrt, Sie siedeln in palästinensischen Gebieten, wiedereinmal ohne jede Vernunft.“ Und : „Palästina leidet unter dem Reichtum Israels im Exil, Einer arroganten und mächtigen Regierung, die bereit ist gegen Du-weisst-schon-wen Krieg zu führen.“

Das Lied hätte dementsprechend nie abgespielt werden dürfen, weil es gegen die Werte unseres Vereins und des friedlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens verstößt. Für das Abspielen des Songs bittet der FC St. Pauli um Entschuldigung“, hieß es dazu am Montag in einer Vereinsmitteilung auf der Homepage des Kiezclubs.

Mit allen Beteiligten seien Gespräche geführt worden, „damit ein solches kurzsichtiges, wenn auch nicht beabsichtigtes Fehlverhalten, zukünftig vermieden wird“, hieß es in der Mitteilung weiter. Um dies zu gewährleisten, werde bei der Musikauswahl künftig „ein Mehr-Augen-Prinzip eingeführt“.

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