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Hamburger Konzerthaus : Fassade der Elbphilharmonie eingesetzt

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Lange Zeit machte die Hamburger Elbphilharmonie vor allem mit Verzögerungen Schlagzeilen. Inzwischen geht es wieder sichtbar voran auf Deutschlands teuerster Kulturbaustelle. Ende des Jahres wurde der Rohbau fertig, jetzt ist auch die Fassade perfekt.

Hamburg | Zumindest von außen ist die Elbphilharmonie fast fertig: Am Freitag haben Arbeiter das letzte von rund 1100 Fassadenelementen in das Konzerthaus im Hamburger Hafen eingesetzt. Damit ist die „Gläserne Welle“ der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron auf einem alten Backsteinspeicher komplett. „Für uns ist das heute ein sehr erfreulicher Tag. Wir wollten eine sehr lebendige Fassade entwickeln, die sich unter den verschiedenen Licht- und Wettereinflüssen immer wieder verändert“, sagte Projektleiter Stefan Goeddertz von Herzog & de Meuron.

Insgesamt ist die die Glasfassade 16.000 Quadratmeter groß, das sind ungefähr zweieinhalb Fußballfelder. Erst vor gut einer Woche hatte sich der japanische Starakustiker Yasuhisa Toyota ein Bild von der Montage der Innenverkleidung des großen Konzertsaales, der „Weißen Haut“, gemacht. „Es sieht schon mal wunderschön aus“, meinte er.

Bereits Ende des Jahres war der Rohbau der Elbphilharmonie vier Wochen eher als geplant fertig geworden. Dass die Fertigstellungstermine für die einzelnen Bauabschnitte nun eingehalten würden, zeige, dass die Neuordnung des Projektes funktioniere, sagte ein Sprecher der Kulturbehörde. Das war nicht immer so: Bis zum Sommer 2013 herrschte auf der Baustelle mehr als eineinhalb Jahre Stillstand. Erst nachdem sich die Stadt und der Baukonzern Hochtief nach einem langen Streit auf den Weiterbau einigten, geht es wieder voran auf Deutschlands teuerster Kulturbaustelle.

Die Eröffnung der Elbphilharmonie war ursprünglich für 2010 geplant. Die Kosten sollten sich auf 77 Millionen Euro für den Steuerzahler belaufen. Inzwischen hat sich unter anderem ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit dem Millionen-Debakel des Konzerthauses beschäftigt, das nun 2017 eröffnet werden soll. Die Kosten liegen derzeit bei 789 Millionen Euro.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 07:31 Uhr

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