Hamburg-Hummelsbüttel : Familie stellt Grill zum Abkühlen in den Keller – Kohlenmonoxidvergiftung

Die fünfköpfige Familie hatte am Sonntagabend gegrillt und danach einen folgenschweren Fehler begangen.

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28. Mai 2018, 09:00 Uhr

Hamburg | Die Feuerwehr hat Sonntagnacht eine fünfköpfige Familie mit Kohlenmonoxidvergiftung versorgt. Sie teilte am Montag mit, dass die 39-jährige Mutter über Schwindel und Übelkeit klagte und einen Rettungswagen rief. Als die Besatzung das Haus betrat, löste der Kohlenmonoxid-Warner aus.

Aufgrund der sofortigen Rückmeldung an die Rettungsleitstelle wurde die Alarmstufe „Hilfeleistung mit Menschenleben in Gefahr und Kohlenmonoxidfreisetzung“ ausgelöst und weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg zu der Einsatzstelle entsandt.

Der Auslöser für die Beschwerden war dann schnell ausgemacht. Die fünfköpfige Familie hatte am Abend offenbar mit einem Holzkohlegrill gegrillt und ihn anschließend zum Abkühlen in den Keller getragen. Hierbei war Kohlenmonoxid freigesetzt worden, das sich im Gebäude verteilt hatte.

Bei allen fünf Personen bestand der Verdacht auf eine CO-Vergiftung. Vater, Mutter und die drei Kinder wurden zur weiteren Behandlung mit zwei Rettungswagen der Feuerwehr in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Feuerwehr Hamburg weist darauf hin, dass das Grillen in geschlossenen Räumen lebensgefährlich ist. Bei der Verbrennung von Holzkohle entsteht für den menschlichen Organismus das hochgiftige Kohlenmonixid, das sich in geschlossenen Räumen sammelt, im Freien jedoch ungefährlich ist und verfliegt. Auch das Auskühlenlassen von Kohlegrills dürfe nur im Freien erfolgen, warnt die Feuerwehr.

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