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NS-Raubkunst in Hamburg : Fall Gurlitt: Grüne fordern mehr Geld

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Die Herkunftsforschung von Kunstwerken im Besitz der Stadt Hamburg ist eine Herkulesaufgabe, die zusätzliche Mittel benötigt. Das meinen zumindest die Grünen in der Bürgerschaft.

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2013 | 15:51 Uhr

Hamburg | Die Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft haben als Konsequenz aus dem Fall Gurlitt mehr Mittel für die Herkunftsforschung von Kunstwerken in städtischem Besitz gefordert. „Es ist absolut unangemessen, dass für eine solche Herkulesaufgabe nur zwei Stellen in Hamburg eingerichtet sind“, erklärte die kulturpolitische Fraktionssprecherin Christa Goetsch am Donnerstag.

Laut einer Senatsantwort auf eine Grünen-Anfrage wird die sogenannte Provenienzforschung der knapp sechs Millionen Kunstobjekte im Besitz der Hansestadt mit einem Wert von rund 3,1 Milliarden Euro noch Jahrzehnte dauern. Aus der Antwort gehe hervor, dass die Eigentumsverhältnisse von rund 10.700 Kunstwerken in städtischem Besitz, die vor 1945 entstanden und nach 1933 gekauft wurden, nicht geklärt sind. Diese könnten theoretisch NS-Raubkunst sein, erklärte die Grünen-Fraktion. „Diese Zahlen sind erschreckend“, sagte Goetsch laut Mitteilung.

Das Thema war in diesem Herbst bundesweit in den Fokus gerückt, nachdem bekanntgeworden war, dass im Frühjahr 2012 bei dem Münchner Cornelius Gurlitt die verschollen geglaubte Kunstsammlung seines Vaters Hildebrand beschlagnahmt worden war. Fast 600 Bilder stehen im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein.

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