G20-Sonderausschuss in Hamburg : Ex-Bürgermeister Olaf Scholz zu Gesamtbewertung erwartet

Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei der Sitzung des G20-Sonderausschusses im Hamburger Rathaus.
Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei der Sitzung des G20-Sonderausschusses im Hamburger Rathaus.

Scholz konnte sein Sicherheitsversprechen beim G20-Gipfel nicht halten. Nun geht es um eine politische Bewertung des Geschehens.

shz.de von
28. Juni 2018, 07:07 Uhr

Hamburg | Hamburgs früherer Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wird am Donnerstag (16 Uhr) zu einer Sitzung des Sonderausschusses zur Aufklärung der G20-Krawalle erwartet. Der Bundesfinanzminister soll eine politische Gesamtbewertung des Gipfels vor fast einem Jahr abgeben. Bereits im vergangenen November hatte der Ausschuss Scholz zwei Stunden lang intensiv befragt. Dabei war es vor allem um das Sicherheitsversprechen des Bürgermeister gegangen, das die Polizei angesichts der Krawalle nicht halten konnte.

Bei den Ausschreitungen am Rande des Treffens der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer waren im Juli 2017 Hunderte Polizeibeamte und Protestteilnehmer verletzt worden. Zahlreiche Autos gingen in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert. Eine Schadensbilanz soll die Feuerwehr am Donnerstag vorstellen, von der Soko „Schwarzer Block“ werden Erkenntnisse zu Täterstrukturen erwartet. Eigentlich sollte der Sonderausschuss seine Arbeit in diesem Sommer abschließen, doch nun ist eine Verlängerung um zwei Monate vorgesehen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen