„Grand Elysée“ in Hamburg-Rotherbaum : Eugen Block: Probeschlafen für die beste Matratze

Hotelier und Steakhaus-König Eugen Block mit Tochter Christina in einer der modernisierten Suiten im Grand Elysée.

Hotelier und Steakhaus-König Eugen Block mit Tochter Christina in einer der modernisierten Suiten im Grand Elysée.

Neue Farben, neue Möbel und Ausstattung: Das Fünf-Sterne-Hotel wurde kräftig aufgefrischt.

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31. August 2018, 07:19 Uhr

Hamburg | „Man kann ein Fünf-Sterne-Hotel nur erfolgreich führen, wenn man bereit ist, gleich nach der Eröffnung wieder umzubauen“: Gemäß dieser eigenen Erkenntnis hat Hamburgs Steakhaus-König Eugen Block sein Luxushotel „Grand Elysée“ in Rotherbaum kräftig aufgefrischt. „Wir haben das Hotel in den 33 Jahren des Bestehens einmal komplett erneuert und dafür insgesamt genau so viel investiert wie für den Neubau 1985.“ Rund 100 Millionen D-Mark (50 Millionen Euro) hat das Lieblingsobjekt des Erfolgsgastronomen seinerzeit gekostet.

Seit 2014 flossen 21 Millionen Euro in die Modernisierung des größten Fünf-Sterne-Privathotels in Deutschland, wie Block am Donnerstag bei einem Ortstermin berichtete. Allein 13 Millionen investierte er in die Überarbeitung jener etwa 300 Zimmer, die schon zum Ursprungsbau gehörten. Nach einer Erweiterung zählt das Haus heute 510 Zimmer, davon 18 Suiten. 

Die Gästeräume erhielten ein neues Farbkonzept, bequemere Möbel, eine harmonische Beleuchtung sowie eine modernere technische Ausstattung. So können Besucher ihre Zimmertür nun mit dem eigenen Smartphone öffnen. Für die Waschtische in den Badezimmern ließ der Eigner weißen Granit aus Indien verarbeiten, für die Glasrundungen der Duschkabinen ein spezielles Werkzeug in Italien anfertigen. Neu sind auch der Empfang und viele Details im Foyer, in den Festsälen und den fünf Restaurants.  

Wie sehr der 77-Jährige sein Hotel noch heute bis in kleinste Details selbst gestaltet, zeigt diese Anekdote: Über Monate hat Eugen Block als Probeschläfer nach der idealen Matratze für die Gästebetten gefahndet. Er entschied sich für ein Modell mit hartem Kern und einer eher weichen Auflage.

Auch sonst wurde der gelernte Hotelprofi am Donnerstag nicht müde, die Unterschiede zu anderen Fünf-Sterne-Häusern zu betonen. Die Herbergen der großen Ketten seien steril, gekünstelt vornehm, mit viel zu hohen Preisen und zu viel „Popanz“. Sein Hotel schaffe es dagegen, Schwellenängste zu nehmen, sei strikt am praktischen Nutzen ausgerichtet und biete ungezwungene Gastfreundschaft.   

Auf Buchungen über Online-Portale verzichtet Block im Inland hartnäckig („Das sind Wegelagerer und Trittbrettfahrer“), auch „Oktoberfest-Preise“ gebe es bei ihm nicht. Im „Grand Elysée“ kostet das Doppelzimmer mit Frühstück pro Nacht konstant 270 Euro. Die Auslastung des Hauses liege bei rund 60 Prozent.

Von seiner Luxushotel-Schelte nahm Eugen Block auch den neuen Konkurrenten Klaus-Michael Kühne nicht aus, der seit März an der Außenalster das „Fünf-Sterne-Plus“-Hotel „The Fontenay“ betreibt. Block: „Ich war da mal zwei Stunden drin. Da kommt keine Atmosphäre auf.“

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