Krawalle am 1. Mai : Eskalation bei Mai-Demo in Hamburg - Zahlreiche Verletzte

<p>Aus diesem Demonstrationszug kommen die Angriffe Richtung Polizei.  </p>
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Aus diesem Demonstrationszug kommen die Angriffe Richtung Polizei. 

Mit Wasserwerfern rückt die Polizei gegen die gewaltbereiten Demonstranten vor. Zuvor fliegen Feuerwerkskörper, Steine und Falschen auf die Beamten.

shz.de von
02. Mai 2016, 08:39 Uhr

Hamburg | In Hamburg ist am Montagabend eine Mai-Demo der linken Szene eskaliert. Nachdem Böller, Flaschen und Steine geworfen wurden, setzte die Polizei Wasserwerfer ein und löste die Demo auf. Es gab mehrere Verletzte und Festnahmen. An der Veranstaltung beteiligen sich nach Schätzung der Polizei rund 1900 Teilnehmer.

<p>Die Polizei setzt Wasserwerfer ein.</p>
Foto: Peter Wüst

Die Polizei setzt Wasserwerfer ein.

Noch vor dem Beginn der Demonstration wurden sechs mutmaßliche Versammlungsteilnehmer in der Ehrenbergstraße in Gewahrsam genommen. Bei ihnen wurde gefährliche Pyrotechnik sichergestellt.

Die Versammlung wurde gegen 20.30 Uhr an der Fruchtallee aufgelöst. Dort wurden Einsatzkräfte von teilweise vermummten Versammlungsteilnehmern mit Pyrotechnik und Steinen beworfen. Der Aufzug wurde gestoppt und Wasserwerfer eingesetzt. Aufgrund der andauernden Gewalttätigkeiten aus dem Aufzug heraus wurde die Demonstration durch die Polizei aufgelöst. Der Großteil der Teilnehmer entfernte sich in Richtung Schanzenviertel.

Nach dem Ende der sogenannten revolutionären 1.-Mai-Demonstration kam es dort zu zahlreichen Attacken auf Polizeibeamte. Die Atmosphäre war aufgeheizt. „Ganz Hamburg hasst die Polizei“, skandierten die Demonstranten. Erneut kamen Wasserwerfer zum Einsatz. In der Nacht beruhigte sich die Lage. Pressesprecher Timo Zill zog ein positives Fazit der Nacht. Man habe eine sehr aggressive Demonstration erlebt. In der Schanze sei es aber deutlich ruhiger geblieben als in den Vorjahren, teilte er in der Nacht zum Montag via Twitter mit.

Den Informationen zufolge wurden mehrere Beamte verletzt, jedoch nicht schwerwiegend. Auch mehrere Demonstranten wurden verletzt. Ein Demonstrant lag längere Zeit bewusstlos vor einer Pizzeria, bis ein Notarztwagen kam. Insgesamt 20 Personen wurden unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung vorläufig festgenommen und weitere 21 kamen in Gewahrsam.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot von mehr als 1.650 Beamten im Einsatz, darunter auch Einheiten aus Schleswig-Holstein, Bremen und der Bundespolizei. Ein Polizeisprecher sagte, es habe weniger Auseinandersetzungen und Festnahmen als im Vorjahr gegeben.

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