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Anstoss – Die HSV-Kolumne : Es geht nur mit Kampf: Für Zauberfußball fehlt die Klasse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Hamburg | Leider ist auch in der kommenden Spielzeit Schmalhans Küchenmeister. Wer ansehnlichen Fußball sehen möchte, sollte um das Volksparkstadion lieber einen Bogen machen. Für den HSV geht es nämlich auch in der Saison 2015/2016 nicht um Schönheitspreise, sondern um das nackte Überleben. Aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel konnte die Mannschaft kaum verstärkt werden. Deshalb ist alles ab Platz 15 schon als Erfolg zu werten.

Vor allem in der Offensive klemmt es weiterhin. Trainer Bruno Labbadia hat völlig zu Recht die fehlende Kreativität angemahnt. Besser wird es nur, wenn für viel Geld gekaufte Spieler wie Lewis Holtby und Nicolai Müller in ihrer zweiten Saison in Hamburg an Leistungen anknüpfen, die sie vor ihrer Zeit in Hamburg gebracht haben. Dazu muss Pierre-Michel Lasogga endlich einmal über einen längeren Zeitraum gesund und fit bleiben. In den vergangenen Monaten war offensichtlich, dass sein körperlicher Zustand nicht für die Bundesliga reichte.

Trotz aller Defizite sind die Aussichten besser als vor der vergangenen Saison. Damals wirkte der HSV wie ein bunt zusammengewürfelter Haufen, in dem jeder nur an sich denkt. Das hat sich unter Trainer Bruno Labbadia grundlegend geändert. Die Spieler treten wirklich als Mannschaft auf. Ob das von Dauer ist, wird sich zeigen. Wenn nicht, wird es erneut schwierig, die Klasse zu halten. Aufgrund der fehlenden spielerischen Klasse geht es nur mit Zusammenhalt und Kampfgeist. Wenn beides da ist, verzeihen die Fans auch schlechtere Leistungen und Niederlagen. Und für schönen Fußball kann man bei Sky Wolfsburg, Leverkusen oder Gladbach gucken.

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