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„Katzentempel“ in Eimsbüttel : Erstes Katzencafé in Hamburg: Vierbeiner mit „Rampensau-Charakter“

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Kaffee trinken mit Katzen: In Eimsbüttel eröffnet ein Café, wo die Vierbeiner zum Inventar gehören.

Hamburg | Allergologen würden wahrscheinlich abraten: Für Empfindliche ist das neue vegane Katzencafé in Hamburg eine haarige Angelegenheit. Es soll am Freitag eröffnet werden.

Was Samtpfoten-Fans in Begeisterung versetzt, finden andere sonderbar. Immerhin: Das Lokal mit dem Namen „Katzentempel“ bietet Kätzchen, die zuvor in einem Tierheim lebten, eine neue Heimat.

„Miau und herzlich willkommen.“ So flötet es dem Besucher schon entgegen - noch bevor er den „Katzentempel“ im Stadtteil Eimsbüttel überhaupt betreten hat. Auf der Internetseite prangt ein Foto von Inhaberin Rilana Rentsch. Sie sitzt mit einem Tablet vor einer Tasse Kaffee. Eine braunweiß gefleckte Katze schleicht über den Tisch und reckt ihren Schwanz in die Höhe.

Am Abend vor der offiziellen Eröffnung hält eine Anwohnerin gegenüber dem Katzencafé einen Schnack mit einem Kellner aus einem benachbarten Restaurant. Die beiden deuten auf das Lokal, tuscheln hinter vorgehaltener Hand. Andere bleiben interessiert vor den Fenstern stehen. „Ich finde das eine super Idee“, sagt Brigitte (63) aus Altona. „Die Tiere haben ein neues Zuhause, und die Gäste freuen sich.“ Drinnen sieht es nicht aus wie in einem Tempel. Statt Marmorverkleidungen erwarten die Gäste aufgehübschte Landhausmöbel.

In dem Raum mit den großen Fenstern ist es sehr warm. Aus den Lautsprechern nuschelt Johnny Cash. Einige der sechs Katzen fläzen sich auf Stühlen oder auf dem Boden, andere sind völlig vertieft im Spiel mit Gästen. Ein Vater mit dem Flyer des Cafés in der Hand, scherzt: „Auf diesem Zettel steht nicht, wie ich meine spielende Tochter hier wieder raus kriege.“ 

Die Vierbeiner „haben allesamt einen Rampensau-Charakter“, sagt Katzentempel-Gründer Thomas. Der ehemalige Investmentbanker aus München eröffnete vor vier Jahren das erste Katzencafé in Deutschland. Vorher waren hochspekulative Derivate sein Geschäft, heute sind es Katzen. „Tiere, egal ob Hunde oder Katzen, haben mich immer beruhigt“, begründet Thomas. „Mein Job hat mich krank gemacht - jetzt bin ich glücklich.“

Hamburg ist neben Nürnberg der dritte Ableger der kleinen Kette. Die Idee dahinter: Tiere aus dem Tierheim bekommen ein neues Zuhause und Gäste auch eine Portion tierische Wärme. Das sprach auch Rilana Rentsch an. Sie kündigte ihren Job, um den „Tempel“ zu eröffnen. Die Entscheidung, ein Katzencafé zu eröffnen, fiel in der Nacht zum 1. November, kurz bevor sie einen Termin bei der Agentur für Arbeit hatte, wie sie erzählt. „Ich wollte nicht irgendeine Stelle angedreht bekommen - ich wolle mein eigenes Ding machen.“

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erstellt am 28.Jul.2017 | 12:02 Uhr

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