Katholische Schulen in Hamburg : Eltern demonstrieren mit Andacht gegen Schulschließungen

Eltern mit ihren Kindern haben auf dem Kirchhof des Mariendoms um aufgestellte Kerzen versammelt.

Eltern mit ihren Kindern haben auf dem Kirchhof des Mariendoms um aufgestellte Kerzen versammelt.

Die geplante Schließung von acht katholischen Schulen in Hamburg empört Eltern und Schüler sehr. Mit einer Andacht vor dem Mariendom protestierten sie gegen das Vorhaben der Kirche.

shz.de von
22. Januar 2018, 18:26 Uhr

Hamburg | Mit einer Andacht vor dem Mariendom haben Eltern und Schüler gegen die geplante Schließung von acht katholischen Schulen in Hamburg demonstriert. In einem offenen Brief hatte die Gesamtelternvertretung die Führung des Bistums aufgerufen, „den Kindern und Eltern auch weiterhin eine zukunftsorientierte Perspektive im katholischen Schulwesen zu bieten“. Am Freitag hatte das Erzbistum bekannt gegeben, dass aufgrund der hohen Schulden acht von insgesamt 21 katholischen Schulen geschlossen werden. Betroffen sind drei Schulen im Stadtteil Harburg, zwei Schulen in Altona, zwei Schulen in Barmbek und eine Schule in St. Georg.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) hatte dem Erzbistum weitere Gespräche angeboten. Zugleich beruhigte er die Eltern. Hamburgs staatliche Schulen würden in den kommenden Anmelderunden die zusätzlich zu erwartenden Kinder aufnehmen, sagte Rabe dem „Hamburger Abendblatt“. Eine höhere finanzielle Unterstützung für die katholischen Schulen lehnte der Senator aber ab. „Hamburg kann nicht einen einzelnen Schulträger besser stellen als die anderen.“ Der Schulsenator brachte auch die Möglichkeit ins Spiel, dass andere private Träger einspringen könnten, um die Schulen zu retten.

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