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Tourismus : Elf Mal unbekanntes Hamburg

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Neueste Zahlen zeigen: Der Tourismus in Hamburg boomt. Die Redaktion von shz.de verrät ihre Geheimtipps in der Hansestadt.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 15:11 Uhr

Hafenrundfahrt mit der HVV-Fähre

Eine HVV-Fähre im Hamburger Hafen
Eine HVV-Fähre im Hamburger Hafen Foto: Imago

Die „Große Hafenrundfahrt“ ist einer der Klassiker für Hamburg-Besucher. Aber es geht auch anders: mit den HVV-Fähren 61 oder 62 ab Landungsbrücken durch den Hafen, vorbei an Blohm & Voss, bis Finkenwerder auf der anderen Elbseite und zurück. Das ist nicht nur viel preiswerter, weil es den normalen Tarif des Hamburger Verkehrsverbunds kostet. Man reist hier auch mit echten Hamburger Hafenarbeitern und Beschäftigten von Airbus. Die Geschichten vom Leben und Arbeiten im Hafen gibt es dann noch kostenlos obendrauf.

Altonaer Balkon

Der Altonaer Balkon
Der Altonaer Balkon Foto: Imago

Den wohl besten Blick auf den Hafen hat man von hier aus, direkt gegenüber vom Altonaer Rathaus. Erhöht thront man über der Elbe. Der Blick geht über die Köhlbrandbrücke bis in die Harburger Berge. Wem das nicht reicht, der kann auch das Szenevölkchen aus dem nahen Ottensen anschauen.

St.-Pauli-Elbtunnel und der beste Blick auf die Stadt

Der St.-Pauli-Elbtunnel: Ein teures Projekt.
Der St.-Pauli-Elbtunnel: Ein teures Projekt. Foto: Imago

Den besten Blick auf Hamburg selbst hat man vom Hafen aus. Dorthin kommt man am stilvollsten durch den alten Elbtunnel ab den St.-Pauli-Landungsbrücken. Von 1911 bis zur Eröffnung des neuen Elbtunnels 1975 hatte er auch eine wichtige Funktion im Verkehr. Seither wird er vor allem von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Per Auto geht es aber auch noch, gegen Gebühr. Das Fahrzeug wird dabei per Fahrstuhl hinab- und wieder hinauftransportiert.

Süllberg in Blankenese

Blick vom Süllberg im Hamburger Nobel-Stadtteil Blankenese.
Blick vom Süllberg im Hamburger Nobel-Stadtteil Blankenese. Foto: Imago

Ein ganz anderer Blick eröffnet sich vom Süllberg in Blankenese. Durch das berühmte Treppenviertel geht es auf 74 Meter über Meereshöhe. Von dort aus schaut man auf die Elbinsel Neßsand, die Werft im gegenüberliegenden Cranz und das Airbus-Gelände. Ob das Restaurant auf dem Süllberg teuer und gut oder nur teuer ist, darüber sind sich die Hamburger nicht einig.

Planespotting am Hamburger Flughafen

Ein Airbus A320 landet am Hamburger Flughafen
Ein Airbus A320 landet am Hamburger Flughafen Foto: Imago

Viel spannender als Züge angucken: Nur beim Fliegen kommt man Flugzeugen näher, denn am Flughafen Fuhlsbüttel kann man sich gezielt so aufstellen, dass sie direkt über den Köpfen hinwegdüsen. Wenn man die Hand ganz weit nach oben ausstreckt - kann man den Fliegern zwar immer noch nicht den Bauch streicheln, aber es sieht fast so aus als ob.

Mit der Fähre nach Cranz ins Alte Land

Straße im Hamburger Stadttteil Cranz im Alten Land
Straße im Hamburger Stadttteil Cranz im Alten Land Foto: Imago

Ländliche Idylle in Hamburg: Von Blankenese aus geht es mit der Fähre über die Elbe nach Cranz. Hier zeigt die Metropole, dass sie auch ganz anders kann. Fachwerkhäuser und Obstbaumwiesen reihen sich aneinander. Im Sommer kann man dort unter Apfelbäumen in Gartencafés an der Este sitzen und frischen Apfelsaft und Kuchen genießen. Der Blick geht auf Pferdewiesen und hin und wieder tuckert ein Bötchen auf dem Fluss vorbei. Völlige Entspannung garantiert - es sei denn, man lässt sich auf den ungleichen Kampf mit einem der Klappliegestühle ein.

Kanutour durch Hamburgs feinste Viertel

Kanuten auf dem Stadtparksee in Hamburg
Kanuten auf dem Stadtparksee in Hamburg Foto: Imago

Wir starten am Goldfisch am Isebekkanal, von dort aus geht es zum feinen Wohngebiet am Rondeelteich, wo einst Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Marius-Müller-Westernhagen in einer WG zusammen wohnten. Weiter geht es zum Stadtparksee. Dem Besucher bietet sich hier ein ganz anderer Blick auf Hamburg vom Wasser aus. Und die Bewohner, deren Gärten hier zum Wasser hin liegen, können sich zu den Glücklichen in Hamburg schätzen, zumindest was die Lage ihrer Immobilie angeht.

Isebekkanal

Der Isebekkanal in Hamburg
Foto: Fred/deutschsprachige Wikipedia/GFDL 1.2

Geht man den Isebekkanal vom Goldfisch aus in die andere Richtung, stößt man auf die Stadtteile Hoheluft-Ost und Hoheluft-West. Letzterer gilt als der dichbesiedelste Stadtteil Deutschlands, bietet aber wegen der schicken Häuser im Generalsviertel zwischen Eppendorfer Weg und Bismarckstraße und nicht zuletzt wegen des Grünzugs am Kanal, einiges an Lebensqualität. Tipp: Die Weinbar Ufer im früheren Lichtwärter-Häuschen direkt an der Hoheluftbrücke mit Terrasse zum Kanal und leckeren Flammkuchen.

Duvenstedter Brook

Frosch im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook
Frosch im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook Foto: Imago

Von der dichten Besiedlung in die Natur. Hier im Norden Hamburgs grasen Rinder, Pferde, Dam- und Rothirsche, und auch der eine oder andere Frosch fühlt sich hier wohl.  Dazu tummeln sich mehr als 600 Pflanzenarten, darunter auch Orchideen. Bester Start für eine Exkursion durch die Hamburger Wildnis ist das Naturschutz-Informationshaus im Duvenstedter Triftweg 140, das vom Naturschutzbund NABU betrieben wird.

Zollenspieker Fährhaus

Die Fähre vom Zollenspieker Fährhaus über die Elbe nach Hoopte in Niedersachsen
Die Fähre vom Zollenspieker Fährhaus über die Elbe nach Hoopte in Niedersachsen Foto: Imago

Vom äußersten Norden in den Südosten. Die Vier- und Marschlande versorgen traditionell die Großstadt mit Obst und Gemüse. Hier finden sich verkehrsarme Straßen in einer Landschaft, die von der nahen Elbe geprägt ist. Vor allem Rennrad- und Motorradfahrer zieht es hierhin. Die meisten treffen sich am Imbiss an der Fähre ins niedersächsische Hoopte. Tipp: Das direkt daneben gelegene Zollenspieker Fährhaus ist kulinarisch und athmosphärisch die bessere Alternative. Von April bis Oktober fahren von hier aus montags und donnerstags Linienschiffe zu den Landungsbrücken und zurück.

Dialog im Dunkeln

Dialog im Dunkeln in der Hamburger Speicherstadt
Dialog im Dunkeln in der Hamburger Speicherstadt Foto: Imago

In diesem "Museum" gibt es nichts zu sehen. Rein gar nichts. Denn es ist komplett dunkel. Dafür kann der Besucher tasten, hören und riechen und die Welt mit den Sinnen eines Blinden erleben. Handys, Uhren und alles, was leuchtet, wird am Eingang abgegeben. In totaler Dunkelheit - ausgerüstet mit einem Blindenstock - geht es zum Beispiel über einen Wochenmarkt, wo Obst und Gemüse ertastet werden dürfen. Das sichere Überqueren einer Straße wird zur Herausforderung, ebenso wie das Bestellen eines Drinks an der Bar. Es empfiehlt sich, das Museum zusammen mit Freunden zu besuchen. Im Dunkeln und unter Einsatz all seiner Sinne lernt man alte Bekannte nochmal ganz anders kennen.

 
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