Hamburger Verkehrsverbund (HVV) : Elektronische Ticketkontrolle in Bussen

Bei der Prüfung ertönt ein akustisches und optisches Signal, dass die Gültigkeit der Fahrkarte anzeigt.

Bei der Prüfung ertönt ein akustisches und optisches Signal, dass die Gültigkeit der Fahrkarte anzeigt.

Der HVV hat in seinen Bussen Lesegeräte installiert, die die Gültigkeit der Tickets überprüfen.

shz.de von
06. November 2018, 18:52 Uhr

Hamburg | In den Bussen des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) gehört die Sichtprüfung von Fahrkarten durch die Fahrer bald der Vergangenheit an. Als erstes Verkehrsunternehmen im HVV hat die Hochbahn jetzt damit begonnen, in ihren Bussen Lesegeräte des elektronischen Prüf- und Verkaufssystems PVS zu installieren, an denen die Passagiere auch gleich ein Ticket erwerben können. Voraussetzung für die Nutzung ist eine HVV-Card mit einem Chip, auf dem die Fahrkarten abgespeichert sind.

„Die elektronische Kartenprüfung dauert nur Millisekunden“, sagt HVV-Sprecher Rainer Vohl. Fahrgäste halten beim Einsteig ihre HVV-Card vor eines von je zwei PVS-Prüfterminals im Bus. „Sofort“ erfolgten dann ein akustisches und optisches Signal, was die Gültigkeit der Fahrkarte anzeige. Ist keine Fahrtberechtigung auf der Card vorhanden, ertönt ein Warnton und leuchtet ein rotes Licht. Der Nutzer kann über das Display des Terminals dann den gewünschten Fahrschein wählen und auf seiner HVV-Card ablegen.

Drei Prozent Rabatt aufs Ticket

Bezahlt wird bargeldlos per Abbuchung über das hinterlegte Bankkonto. Zusätzlicher Anreiz: Wer auf diese Weise sein Ticket ersteht, dem gewährt der Verkehrsverbund drei Prozent Rabatt.

Der HVV erhofft sich von der Neuerung eine Entlastung  für die Busfahrer, die bisher jeden einzelnen Fahrschein beim Einstieg per Sichtkontrolle überprüfen müssen. Allerdings, so Vohl, bleibt es auch in den PVS-Fahrzeugen bei der Möglichkeit, einen Fahrschein beim Fahrer zu kaufen – auch mit Bargeld.

14 Busse bereits umgerüstet

Die ersten 14 Busse hat die Hochbahn inzwischen auf dem Betriebshof Wandsbek für das elektronische System ausgerüstet; in der kommenden Woche folgen 40 weitere. Bis zum Sommer 2019 soll die gesamte Hochbahn-Flotte von rund 1000 Fahrzeugen mit der Technik ausgestattet sein. Auch andere Verkehrsunternehmen im HVV haben mit der Umrüstung begonnen, darunter die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH), die Autokraft und KVG.   

Angst, dass Fahrgäste künftig am PVS-Gerät beim Ticketkauf zu eine zu niedrige und damit billigere Tarifzone auswählen, haben die HVV-Verantwortlichen nicht. Sprecher Vohl betont: „Die Prüfdienste der Verkehrsunternehmen führen natürlich auch weiterhin Fahrkartenkontrollen in den Bussen durch.“

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