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Konzerthaus in Hamburg : Elbphilharmonie soll jährlich sechs Millionen Euro bekommen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 11. Januar 2017 soll die Elbphilharmonie endlich eröffnet werden. 300 Konzerte sind im ersten halben Jahr vorgesehen.

Hamburg | Der 800-Millionen-Bau Elbphilharmonie wird auch nach der Eröffnung in einem Jahr eine kostspielige Angelegenheit für Hamburg bleiben. Für das erwartete Defizit beim künstlerischen Betrieb sowie für die musikpädagogische Arbeit werde die Stadt jährlich sechs Millionen Euro zuschießen, kündigte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) an. Hinzu kämen einmalig fünf Millionen Euro, vor allem um das besonders üppige Startprogramm zu ermöglichen. Im ersten halben Jahr nach der Eröffnung am 11. Januar 2017 sind etwa 300 Konzerte vorgesehen. Mehr als 200 davon im spektakulären Großen Saal, weitere 100 Konzerte im Kleinen Saal. Das gab Intendant Christoph Lieben-Seutter bei der Vorstellung des Betriebskonzepts bekannt.

Wenn alles fertig ist, soll die Elbphilharmonie zu den besten Konzerhäusern der Welt gehören.

Wenn alles fertig ist, soll die Elbphilharmonie zu den besten Konzerhäusern der Welt gehören.

Foto: dpa
 

Das Konzept soll dem Anspruch an das gläserne Konzerthaus als „demokratisches Gebäude“ gerecht werden. Erklärtes Ziel ist es, dass jedes Hamburger Schulkind dort mindestens einmal ein Konzert erlebt. Kisseler: „Die Elbphilharmonie wird nicht nur eines der besten Konzerthäuser der Welt, sondern auch ein lebendiger Ort der musikalischen Begegnung und ein für alle offenes Haus.“ Zu diesem Zweck werde das Musikvermittlungsangebot deutlich ausgeweitet. Dafür stehen im Gebäude sieben Räume zur Verfügung, in die auch das Klingende Museum einzieht. Ergänzend sollen Konzerte in der Elbphilharmonie auch digital übertragen werden.

Auch andere werden voraussichtlich von der neuen Konzertstätte profitieren. So soll dort ab 2018 das Internationale Musikfest Hamburg eine Heimat finden. Auch das zuletzt kriselnde Elbjazz-Festival wird 2017 in der Hafencity einen Neustart erleben, wofür die Stadt 200.000 Euro zusätzlich zur Verfügung stellt. Zudem erhöht die Kulturbehörde die Förderung für das künftige Residenzensemble der Elbphilharmonie, das Ensemble Resonanz, von 320.000 Euro auf 450.000 Euro im Jahr.

Bereits Anfang November 2016 wird die öffentliche Plaza für die Bürger geöffnet. Für den Zugang ist ein Ticket erforderlich, das vorgebucht zwei Euro kosten wird; Spontanbesucher können das neue Hamburger Wahrzeichen dagegen in den ersten beiden Jahren gratis erklimmen – haben aber keine Garantie, auch hineinzukommen.

 

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