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„Femen”-Aktion in Hamburg : Elbphilharmonie: Oben-Ohne-Aktivistinnen stürmen Bühne bei Woody-Allen-Konzert

vom

Allen wollte eigentlich nur Jazz mit der Klarinette und seiner Band spielen. Dann störten zwei Frauen das Konzert.

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erstellt am 12.Jul.2017 | 00:23 Uhr

Zwei barbusige Frauen haben am Dienstagabend in der Elbphilharmonie die Bühne gestürmt, während der US-Regisseur und Schauspieler Woody Allen als Musiker auftrat. Es dauerte mehrere Minuten, bis die Frauen von Platzeinweisern von der Bühne entfernt werden konnten. Bis dahin herrschte Verwirrung, wie mit der Situation umgegangen werden sollte. Der Autor dieses Textes war Augenzeuge der Szene.

Nach dem Konzert verteilten junge Frauen Flugblätter an die Konzertbesucher und warfen Allen sexuellen Missbrauch vor. Entsprechende Vorwürfe waren vor einigen Jahren aufgetaucht, allerdings wurde das Verfahren von der US-Justiz eingestellt.

Eine weitere Szene: Die beiden 'Femen'-Aktivistinnen stehen hier links im Bild hinter der Band.

Eine weitere Szene: Die beiden "Femen"-Aktivistinnen stehen hier links im Bild hinter der Band.

Foto: Joachim Dreykluft
 

Auf dem Flugblatt bezeichnen sich die Autorinnen als Teil der feministischen Aktionsgruppe „Femen”. Zu der Tatsache, dass Allen wegen der Vorwürfe weder angeklagt noch verurteilt wurde, schreiben sie: „Keine Verurteilung ist hier kein Beweis der Unschuld.”

 

Allen und seine sechs Mitmusiker setzten das Konzert fort, ihnen war aber Anspannung anzumerken. In einem kurzen Statement zum Ende bezeichnete Allen die Frauen als „stupid”. Er kündigte an, dass er am Mittwochabend erneut in der Elbphilharmonie spielen wolle. Beide Konzerte waren seit langem geplant.

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