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Ergebnis am Nachmittag : Elbe-Seilbahn in Hamburg: Nein der Bürger?

vom

Die Seilbahn soll vom Heiligengeistfeld in St. Pauli zu den Musicaltheatern im Hafen führen. Stimmten die Bürger gegen das Projekt?

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2014 | 07:34 Uhr

Hamburg | In Hamburg wird am Mittwoch das mit Spannung erwartete Ergebnis eines Bürgerentscheids über die umstrittenen Pläne zum Bau einer Seilbahn über die Elbe erwartet. Knapp 60.000 von rund 200.000 Abstimmungsberechtigten im Bezirk Hamburg-Mitte hatten sich am Entscheid beteiligt, rund 40 Mitarbeiter des Bezirksamts zählten die Stimmen seit Sonntag aus, sagte ein Sprecher des Bezirksamts. Er rechnet damit, dass das Ergebnis am frühen Mittwochnachmittag mitgeteilt wird. In einem Medienbericht heißt es bereits: Die Bewohner sollen sich gegen den Bau der Seilbahn ausgesprochen haben.

Die Pläne sehen vor, dass eine Seilbahn auf 80 Meter hohen Stützen vom Heiligengeistfeld in St. Pauli über die Elbe zu den Musicaltheatern im Hafen führt. Das Unternehmen Stage Entertainment will mit dem österreichischen Seilbahnbauer Doppelmayr 35 Millionen Euro in die 1,5 Kilometer lange Strecke investieren.

Das Großprojekt spaltet die Menschen in Hamburg. Die Befürworter halten die Seilbahn für ein modernes, umweltfreundliches Transportmittel. Sie hoffen, dass sie schon in zwei Jahren fertig sein könnte. Die Gegner sehen in dem Projekt keine Bereicherung für die Hansestadt, sondern Konzerninteressen am Werk. Eine Initiative gegen die Seilbahn befürchtet Nachteile für die Anwohner durch erhöhte Touristenströme und zusätzlichen Verkehr. Außerdem zerstöre die Bahn mit ihren 80 Meter hohen Stützen das Stadtbild. In der Bezirksversammlung hatte sich im Juni eine Mehrheit gegen die Planungen ausgesprochen.

Sollte der Bürgerentscheid positiv ausfallen, ist noch lange nicht sicher, dass die Seilbahn auch gebaut werden kann. Es könnten Klagen kommen, die das Projekt scheitern lassen könnten. Und: Der Bürgerentscheid im Bezirk ist für den Senat rechtlich nicht bindend.

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