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Aufruf der GEW : Eintägiger Warnstreik an Hamburgs Schulen hat begonnen

vom

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld. Eltern und Schüler müssen mit Einschränkungen rechnen.

shz.de von
erstellt am 02.Feb.2017 | 08:34 Uhr

Hamburg | Beschäftigte des öffentlichen Diensts haben am Donnerstag mit dezentralen Aktionen an Hamburgs Schulen ihren eintägigen Warnstreik begonnen. Sie wollen damit in der bundesweit laufenden Tarifrunde Druck machen. Die Gewerkschaften fordern für die Landesbeschäftigten des öffentlichen Dienstes unter anderem sechs Prozent mehr Geld. An dem Warnstreik beteiligen sich nach Verdi-Angaben unter anderem pädagogisch-therapeutische Fachkräfte, Verwaltungsangestellte sowie Reinigungskräfte und Schulhausmeister.

Eltern und Schüler müssen mit Einschränkungen an den Schulen rechnen.

Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde ist für den 16. Februar in Potsdam terminiert. Die zweite Verhandlungsrunde war am Dienstag ergebnislos und ohne Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen. Es geht um die Bezahlung von rund einer Million Angestellten der Länder und um das Geld für 2,2 Millionen Beamte von Ländern und Kommunen sowie Pensionäre, auf die das Ergebnis übertragen werden soll.

Die Gewerkschaften verlangen eine Tariferhöhung von sechs Prozent. Zudem sollen unter anderem sachgrundlose Befristungen abgeschafft werden und es soll eine verbindliche Übernahmeregelung für Auszubildende vereinbart werden. Die Arbeitgeberseite, die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), hatte wiederholt deutlich gemacht, dass sie die Gewerkschaftsforderung für viel zu hoch hält.

„Die Beschäftigten an den Schulen leisten hervorragende Arbeit“, erklärte Hamburgs Verdi-Fachbereichsleiterin Sieglinde Friess. Das müsse sich in der Bezahlung niederschlagen. „Die sprudelnden Einnahmen der Stadt könnten das problemlos ermöglichen.“ Nur zufriedene Beschäftigte und eine gute Personalausstattung garantierten, dass die Schulen Basis für Chancengleichheit und ein eigenständiges Leben blieben. Hamburgs Verdi-Chef Berthold Bose warnte: „Ein Tarifabschluss darf nicht zu weiterer Verdichtung der Arbeit führen und auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.“

Bereits am Mittwoch hatten Beschäftigte im öffentlichen Dienst in mehreren Bundesländern vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren unter anderem Schulen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. In den nächsten Tagen könnten dann auch Unikliniken, Polizei, Justizverwaltung und Straßenmeistereien betroffen sein.

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