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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Einer der größten Pechvögel der Liga

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unser Kolumnist Las Zimmermann ist der Meinung: Verletzungen kosten René Adler die große Karriere.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Hamburg | Enorm talentiert, überaus ehrgeizig und dazu ein Profi, der über den Tellerrand schaut – über einen Spieler wie René Adler freut sich jeder Trainer. Und dennoch ist der Torhüter niemand, auf den man uneingeschränkt bauen kann. „Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“, sagte einmal der ehemalige Bayern-Stürmer Jürgen Wegmann. Ein Spruch, der auch die Karriere Adlers beschreibt.

Den verfolgt das Pech seit 2010. Etliche Verletzungen sorgten dafür, dass die frühere deutsche Torhüter- hoffnung nach seiner Karriere nur als ein stinknormaler Bundesligatorwart in Erinnerung bleiben wird. Dabei hätte er das Potenzial gehabt, ein ernsthafter Herausforderer von Manuel Neuer zu sein. Der ist nun Welttorhüter. Adler muss dagegen sogar um seinen Stammplatz beim HSV kämpfen.

Der Grund dafür ist sein Körper. Immer wieder machen ihm Blessuren einen Strich durch die Rechnung. Zeitweise wurde sogar daran gezweifelt, ob er dem Druck in der Bundesliga standhält. 2014 hieß es hinter vorgehaltener Hand sogar, dass er in der Relegation gegen Fürth deshalb nicht im Tor stand. Das wird aber mit ziemlicher Sicherheit nicht zutreffen.

Denn auch wenn Adlers Körper häufig nicht mitspielt: Wer nach so vielen Rückschlägen immer wieder zurückkommt und gute Leistungen abliefert, muss psychisch stabil sein.  Dass er der bessere Keeper als Jaroslav Drobny ist, dürfte sowieso kaum jemand bezweifeln.

Bleibt nur zu hoffen, dass Adler nicht bald wieder die nächste Blessur trifft. Dieser Musterprofi hätte es nämlich verdient, noch ein paar Jahre unbeschwert das Leben als Bundesligatorwart zu genießen, so dass von ihm mehr als nur sein ständiges Verletzungspech in Erinnerung bleibt.

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