Grausame Tat in Hamburg : Ein Jahr nach Prostituierten-Mord: Polizei sucht weitere Zeugen

Zwei Kriminalbeamte bringen einen Briefkasten und Plakate in mehreren Sprachen in einer öffentlichen Toilette im Stadtteil St.Georg an.

Zwei Kriminalbeamte bringen einen Briefkasten und Plakate in mehreren Sprachen in einer öffentlichen Toilette im Stadtteil St.Georg an.

Mehrsprachige Plakate und ein Briefkasten sollen neue Hinweise bringen.

shz.de von
01. August 2018, 18:22 Uhr

Hamburg | Ein Jahr nach dem Mord an einer Prostituierten aus Hamburg-St. Georg hat sich die Polizei erneut an die Öffentlichkeit gewandt. Auf mehrsprachigen Plakaten, die am Mittwoch in dem Stadtteil aufgehängt wurden und Bilder der 48-jährigen Maria A. aus Äquatorialguinea zeigen, wird um Hinweise gebeten.

Außerdem wurde in einer öffentlichen Toilette ein Briefkasten montiert, in den Zeugen Mitteilungen an die Polizei auch anonym einwerfen können. „Wir haben zwar schon Zeugen. Wir sind uns aber sicher, dass es noch weitere gibt“, sagte Polizeisprecher Timo Zill

Am 1. August vergangenen Jahres war die 48-Jährige, die sich als Prostituierte auch Rosa nannte, zuletzt lebend auf dem Hansaplatz gesehen worden. Später wurden Teile ihrer zerstückelten Leiche in verschiedenen Gewässern der Stadt gefunden.

Plakate an mehreren Orten

Am Donnerstag sollte am Anleger Wittenbergen am Rissener Elbufer ein Schaukasten mit Fahndungsplakaten versehen werden. Am Goldbekufer in Winterhude sollten weitere Plakate aufgehängt werden. „Zeugen, die in diesem Bereich Beobachtungen gemacht haben, die möglicherweise mit der Ablage der Leichenteile im Zusammenhang stehen könnten, sollen so noch einmal gezielt informiert werden“, so die Polizei. Auch ein Jahr nach dem Tod der Frau fehlt noch eine heiße Spur vom Täter.

Zeugenaussagen zufolge war Maria A. zuletzt in Begleitung eines etwa 50 bis 55 Jahre alten Mannes. Beide seien vom Hansaplatz in Richtung Bremer Reihe gegangen, eine Straße, die zum Hauptbahnhof führt. Der Mann soll von kräftiger Statur gewesen sein und blaue Oberbekleidung und eine Kopfbedeckung getragen haben. Außerdem soll er eine durchsichtige Plastiktüte bei sich gehabt haben, in der möglicherweise Videokassetten waren. Interessant ist für die Polizei auch ein heller Transporter, den Zeugen in der Nähe der Fundorte der Leichenteile gesehen hatten.

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