Nach Leichenfund am Elbufer in Geesthacht : Ehemann in U-Haft – Tote kommt aus Hamburg

Die am Elbufer bei Geesthacht gefundene Leiche ist noch nicht identifiziert.
Die Frau, deren Leiche am Elbufer in Geesthacht gefunden wurde, ist Opfer einer Gewalttat geworden.

Die Frau soll durch „stumpfe Gewalt am Oberkörper“ zu Tode gekommen sein. Erst am Donnerstag wurde sie identifiziert.

shz.de von
08. Mai 2015, 11:00 Uhr

Geesthacht | Das Rätsel um die am Montagabend am Elbufer bei Geesthacht in einem Müllsack gefundene Tote ist gelöst: Am Donnerstagnachmittag wurde die Frau identifiziert, die Polizei Hamburg konnte noch am Abend einen 35-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. „Der Mann soll am späten Nachmittag einem Haftrichter vorgeführt werden“, erklärte Nana Frombach, die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, am Freitagvormittag. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 36 Jahre alte Hamburgerin, die seit etwa einem Monat vermisst wurde. Bei dem Festgenommenen soll es sich um den Ehemann der Toten handeln.

Gegen den 35 Jahre alten Mann sei Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden, sagte die Pressesprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, am Freitag. Der Mann wurde in die Hamburger Untersuchungshaftanstalt gebracht. Er war bereits am Donnerstagnachmittag in Hamburg festgenommen worden.

Ein Spaziergänger hatte den blauen Plastikmüllsack am Montagabend an der Böschung eines Parkplatzes an der Elbuferstraße unweit des Kernkraftwerkes Krümmel bemerkt. Als er nachsah, stieß er auf mit Klebeband gefesselte Frauenbeine und rief die Polizei.

„Die Frau galt hier bei uns schon seit längerer Zeit als vermisst“, berichtete Frombach. Da die Tote ein auffälliges Babyfuß-Tattoo trug, war die Identifizeirung nach der Öffentlichkeitsfahndung für die Mordkommission scheinbar nur eine Formsache.

Da von einer Tat in Hamburg ausgegangen wird, wurde der Müllsack wohl doch aus einem Auto heraus an der Böschung abgelegt und nicht, wie zunächst vermutet, durch das Frühjahrshochwasser der Elbe angespült. Die Obduktion der Leiche hatte ergeben, dass die Frau durch „Beibringen stumpfer Gewalt am Oberkörper zu Tode kam“, wie Polizeisprecherin Anett Dittmer mitgeteilt hatte.

Die Lübecker Mordkommission hatte den Fall nach dem Leichenfund zunächst bearbeitet, die Ermittlungen dann aber über die Staatsanwaltschaft nach Hamburg abgegeben, als sich abzeichnete, dass es dort zu einem Verbrechen gekommen war und die Zuständigkeit deshalb bei den Hamburger Behörden liegt.

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