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Prozess in Hamburg : Ehefrau mit heißem Öl übergossen – Strafmaß wird erneut verhandelt

vom

Im April 2016 wurde der 50-Jährige zu zehn Jahren Haft verurteilt. Jetzt hofft er auf eine mildere Strafe.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2017 | 13:32 Uhr

Hamburg | In einem neuen Prozess um einen Angriff auf eine Frau mit heißem Öl hofft der Angeklagte vor dem Hamburger Landgericht auf eine mildere Strafe. Zum Auftakt verlas das Gericht am Mittwoch Auszüge aus dem Urteil einer anderen Strafkammer vom April 2016.

Der 50-jährige Afghane war am 21. April letzten Jahres wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Urteil teilweise aufgehoben, den Schuldspruch gegen den geständigen Angeklagten aber bestätigt.

Das Hamburger Landgericht muss nun erneut darüber befinden, ob der Afghane die Tat aus sexueller Frustration, also aus niedrigen Beweggründen verübte.

Bei dem Angriff auf seine Frau, die gerade im Badezimmer duschte, hatte er ihr mit dem heißen Öl 44 Prozent der Haut verbrannt. Sie schwebte nach der Tat im September 2015 mehrere Tage in akuter Lebensgefahr.

Der Fall habe viel mit der afghanischen Kultur zu tun, besonders mit der Haltung von Männern gegenüber Frauen, hatte der Richter bei der Urteilsverkündung im vergangenen Jahr gesagt.

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