Geldwäsche in Italien? : Durchsuchungen bei der HSH Nordbank

Mit mehreren Fahrzeugen waren Ermittler zur HSH Nordbank nach Hamburg gefahren.
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Mit mehreren Fahrzeugen waren Ermittler zur HSH Nordbank nach Hamburg gefahren.

Ein Windpark in Süditalien sorgt in Deutschland für Wirbel. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück stellt in mehreren Bundesländern Beweismaterial sicher – auch bei der HSH Nordbank in Hamburg und Kiel.

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19. November 2013, 14:17 Uhr

Hamburg/Kiel | Wegen Geldwäsche-Verdachts bei einem Windpark in Italien sind am Dienstag in sechs Bundesländern Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. Hintergrund der Aktion sei die Finanzierung der vermutlich von der Mafia in der kalabrischen Stadt Crotone gebauten Anlage, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit.

Durchsucht worden seien unter anderem Geschäftsräume der HSH Nordbank in Kiel und Hamburg sowie des Windanlagenherstellers Enercon in Aurich, um Beweismaterial sicherzustellen. Die Staatsanwaltschaft richtet ihre Ermittlungen gegen überwiegend im Emsland ansässige Geschäftspartner des Unternehmens und der Bank.

Auch in Österreich wurde durchsucht. In Deutschland waren 20 Objekte in Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Ziel der Fahnder. Ermittelt wird in dem Fall seit Februar 2013.

Für das Windparkprojekt aus dem Jahr 2006 war die Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein der Kreditgeber. „Die Ermittlungen richten sich nicht gegen die HSH, nicht gegen aktive oder ehemalige Mitarbeiter, Vorstände oder Organe des Hauses“, sagte ein Bankensprecher. Die HSH Nordbank kooperiere in vollem Umfang mit den Behörden bei den Ermittlungen gegen Dritte, die auch der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung im Ausland verdächtigt werden. Die Landesbank stellte eine Kreditsumme von 225 Millionen Euro bereit, deren Tilgung nebst Zinsen bis zur Beschlagnahme fristgerecht bedient worden sein soll.

Vor über einem Jahr hatte die Staatsanwaltschaft im italienischen Catanzaro den Windpark beschlagnahmt. „Mit jeder Drehung der Rotoren, so der Verdacht, werde schmutziges Geld der Mafia in saubere Gewinne aus Öko-Energie verwandelt“, schreibt das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuelle Ausgabe. Das Projekt sei nach den damaligen, für alle Institute verbindlichen Richtlinien geprüft worden, zitiert Der Spiegel einen für Sanierung zuständigen HSH-Nordbank-Manager.

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