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Hamburg : Durch Polizeischüsse verletzter Mann bewusstlos - Kein Haftbefehl

vom

Nach den Schüssen eines Polizisten bei einer Festnahme in Hamburg sind viele Details noch unklar.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 18:26 Uhr

Hamburg | Der bei seiner Festnahme in Hamburg durch Polizeischüsse verletzte Mann kommt zunächst nicht vor den Haftrichter. Der 33-Jährige liege noch im Krankenhaus und sei bewusstlos, sagte am Donnerstag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach. Sein Zustand ist nach ihren Informationen aber nicht lebensbedrohlich. Der 33-Jährige aus Ghana war am Mittwoch in der Nähe des Hauptbahnhofs festgenommen worden.

Nach Polizeiangaben hatten zwei Passantinnen einen Zivilbeamten auf den offenbar aggressiv auftretenden Mann aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten. Der Beamte habe den 33-Jährigen in unmittelbarer Nähe entdeckt. Er habe sich sehr aggressiv verhalten und den Beamten mit einem Messer angegriffen. Der 46 Jahre alte Zivilpolizist habe zunächst Pfefferspray eingesetzt und dann in einer offensichtlichen Notwehrsituation geschossen. Der 33-Jährige sei mindestens einmal ins Bein getroffen und zu einer Notoperation ins Krankenhaus gebracht worden.

Am Ort der Festnahme hatten am Mittwoch etwa 20 bis 30 afrikanisch-stämmige Menschen lautstark gegen das Vorgehen der Polizei demonstriert.

Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen. Auch das Dezernat für interne Ermittlungen der Hamburger Polizei wurde in eigener Zuständigkeit tätig, wie es hieß. Zum Stand der Nachforschungen konnten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag keine Angaben machen.

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