zur Navigation springen

Gewalt auf dem Kiez : Drohungen auf Mahnwache für Hamburger Polizisten

vom

Gewalt gegen Polizisten: In Hamburg haben sich mehrere hundert Menschen zu einer Mahnwache vor dem Rathaus versammelt. Dabei wurden sie auf Transparenten bedroht.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 14:01 Uhr

Hamburg | Mehrere hundert Polizisten, Angehörige und Politiker haben am Neujahrstag mit einer Mahnwache vor dem Hamburger Rathaus gegen zunehmende Gewaltbereitschaft bei Demonstrationen protestiert. „Mehr Respekt und Anerkennung für unsere Polizei“, forderten sie auf Transparenten und Plakaten. Die Demonstranten verteilten Aufkleber „Keine Gewalt gegen Polizisten“.

Während der Mahnwache haben mehrere Unbekannte das Gebäude der ehemaligen Baubehörde an der Stadthausbrücke besetzt und Transparente aus Fenstern entrollt. Darauf waren Drohungen zu lesen wie: „Schießt ihr scharf, besuchen wir euch zu Hause“. Eine Einsatzhundertschaft der Polizei hat das Gebäude durchsucht, aber niemanden gefunden. Die Transparente wurden mit Bolzenschneidern und Messern abgenommen.

In den vergangenen Wochen war es zu einer gewalttätigen Demonstration im Schanzenviertel sowie zu einem Angriff auf die Davidwache in St. Pauli gekommen, bei der jeweils Polizisten verletzt worden waren. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), der im Rathaus bei seinem Neujahrsempfang gute Wünsche der Bevölkerung zum neuen Jahr entgegennahm, versicherte die Polizisten der Unterstützung des Senats. Sein Sprecher hatte bereits zuvor darauf hingewiesen, dass der Senat einige Einschnitte der Vorgängerregierungen rückgängig gemacht habe. So sie die Heilfürsorge für alle Polizisten wieder eingeführt worden, ebenso das Weihnachtsgeld. „Es werden keine Stellen im Polizeivollzug gestrichen und es werden jährlich 250 Nachwuchskräfte eingestellt“, heißt es vom Senat.

Der Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Andreas Dressel, erklärte seine volle Solidarität mit den Polizisten. „Die Gewaltausbrüche, denen die Polizisten in den vergangenen Tagen und Wochen ausgesetzt waren, sind abscheulich und müssen aufhören“, sagte er. Die FDP-Landesvorsitzende Sylvia Canel erklärte, eine Handvoll Chaoten dominiere und terrorisiere die ganze Stadt. Die Verhältnisse seien gewachsen aus der sozialdemokratischen Ignoranz gegenüber linker Gewalt und der fehlenden Konsequenz, wenn es um die Durchsetzung klarer Regeln gehe.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen