Schmuggelversuch in Hamburg : Drohne sollte Drogen in Gefängnis fliegen

Die Drohne stürzte auf das Dach des Hamburger Untersuchungsgefängnisses am Holstenglacis.
Foto:
Die Drohne stürzte auf das Dach des Hamburger Untersuchungsgefängnisses am Holstenglacis.

Nicht nur Marihuana, auch ein Handy war auf dem Weg in das Hamburger Gefängnis am Holstenglacis. Dann kam es zum Absturz

shz.de von
23. Januar 2015, 19:21 Uhr

Hamburg | Unbekannte haben versucht, mit einer Drohne ein Handy und Drogen in das Hamburger Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis zu schmuggeln. Nach Angaben der Justizbehörde vom Freitag stürzte das ferngesteuerte Flugobjekt am 16. Dezember vergangenen Jahres auf das Dach der in der Innenstadt gelegenen Haftanstalt. An der Drohne hing ein Päckchen, in dem sich ein Mobiltelefon samt Zubehör, ein USB-Stick und zwei Gramm Marihuana befanden.

Bereits Anfang Dezember ereignete sich ein ähnlicher Fall in Bremen. Dort fanden Vollzugsbeamte im Hof des Gefängnisses einen mit zehn Gramm Marihuana beladenen Quadrocopter.

„Wir haben unsere Mitarbeiter sensibilisiert und prüfen jetzt, wie wir das Einschmuggeln von Gegenständen noch besser verhindern können“, sagte ein Sprecher der Hamburger Justizbehörde. Zudem befinde man sich mit den Justizbehörden der anderen Bundesländer im Gespräch, um den Einsatz von Drohnen über Gefängnissen zu verhindern.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ war die Hamburger Drohne mit einer Minikamera ausgestattet und wurde von dem Piloten wahrscheinlich mit einem Smartphone navigiert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen