1,3 Kilo Kokain : Drogenkurier im Zug nach Kopenhagen gefasst

Kieler Zollfahndern gelingt ein großer Fang: Ein mit 1,3 Kilo Kokain bepackter Reisender konnte im Zug von Hamburg nach Kopenhagen gefasst werden. Eine Ausbeulung in der Hose verriet den Mann.

shz.de von
11. Juni 2014, 15:38 Uhr

Hamburg | In einem Zug von Hamburg nach Kopenhagen haben Zollfahnder bei einem Schmuggler rund 1,3 Kilo Rauschgift entdeckt. Die Drogen haben einen Straßenverkaufswert von etwa 80.000 Euro, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am Mittwoch mitteilte.

Beamte des Hauptzollamts Kiel hatten den 33-Jährigen bereits am Pfingstsonntag überprüft. Den Kontrollbeamten sei im Intimbereich des Reisenden eine größere Ausbeulung der Hose aufgefallen, woraufhin er durchsucht worden sei, hieß es in der Mitteilung. Dabei entdeckten die Beamten 76 sogenannte Bodypacks mit Kokain und Heroin, die der Mann noch nicht geschluckt hatte.

Der 33-Jährige wurde in die Lübecker Uniklinik gebracht - dort schied er bis zum Abend des Pfingstmontags weitere 59 Bodypacks aus, die noch in seinem Magen-Darm-Trakt waren. In jedem der 135 Päckchen waren rund zehn Gramm Drogen. Der Rauschgiftkurier war den Angaben zufolge von Amsterdam über Hamburg nach Kopenhagen unterwegs. Für den Transport sollte er demnach rund 300 Euro bekommen. „Zu den Hinterleuten des Rauschgifttransportes – dem Empfänger in Kopenhagen – machte der Kurier keine Angaben“, erklärte ein Sprecher. Das Lübecker Amtsgericht erließ einen Haftbefehl gegen den 33-Jährigen.

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