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„Schläferzelle“ aus SH : Drei mutmaßliche IS-Terroristen kommen in Hamburg vor Gericht

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Die Syrer waren bei einer Großrazzia in SH gefasst worden. Sie könnten Kontakt zu Pariser Attentätern gehabt haben.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 16:54 Uhr

Hamburg | Drei im September festgenommene mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ müssen sich aller Voraussicht nach in Hamburg vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat am dortigen Oberlandesgericht Anklage gegen die Männer erhoben, wie am Donnerstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

Den Syrern wird vorgeworfen, im Auftrag des IS nach Deutschland gereist zu sein, um einen Anschlag zu verüben oder weitere Anweisungen abzuwarten. Die 18, 19 und 26 Jahre alten Männer waren bei einem Großeinsatz am 13. September in Flüchtlingsunterkünften in Schleswig-Holstein gefasst worden. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach damals von einer möglichen „Schläferzelle“. Er sagte auch, die drei Männer seien mit derselben Schlepperorganisation nach Europa gelangt wie die Islamisten, die die Pariser Attentate im November 2015 verübt hatten. Hinweise auf „konkrete Aufträge oder Anweisungen“ gab es nach damaligen Angaben der Bundesanwaltschaft bei der Festnahme nicht.

Den Ermittlungen zufolge bekamen die Männer vom IS Geld und Handys mit einem Chatprogramm, zum Teil auch gefälschte Reisedokumente. Nach Deutschland gelangten sie im November 2015 über die Türkei, Griechenland und die Balkanroute. Die Anklageschrift wirft ihnen Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung und Urkundenfälschung vor.

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