Olympische Spiele in Deutschland : Doppelbewerbung von Berlin und Hamburg nicht möglich

Ein neues Reformpaket des IOC sollte laut DOSB-Generaldirektor Michael Vesper nicht fehlinterpretiert werden.

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08. Dezember 2014, 16:40 Uhr

Monte Carlo | Der Generaldirektor des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), Michael Vesper, hat eine gemeinsame Bewerbung von Berlin und Hamburg um die Olympischen Spiele kategorisch ausgeschlossen. „Eine solche Doppelbewerbung ist nach den Statuten des IOC nicht möglich“, sagte Vesper am Montag in Monte Carlo.

Zuvor hatte das IOC (Internationales Olympisches Komitee) sein großes Reformpaket „Agenda 2020“ einstimmig verabschiedet. „Diese Reformen, die heute beschlossen worden sind, sind nicht so zu interpretieren, dass nun Doppelbewerbungen ermöglicht werden sollten. Sondern es geht darum, auch hier mehr Flexibilität zu zeigen und bestimmte Wettbewerbe auslagern zu können“, erklärte Vesper.

„Deutschland braucht Olympische Spiele, weil wir auch der Welt damit zeigen können, dass man diese Spiele heute nachhaltig veranstalten kann, dass ein Land wie Deutschland davon auch Impulse mitnehmen kann“, so Vesper weiter. „Wir haben es selber erlebt beim Sommermärchen 2006, was ein großes Sportereignis in unserem Land auslösen kann - was noch bis heute nachwirkt“, sagte der DOSB-Generaldirektor rückblickend auf die Fußball-WM in Deutschland.

Dass sich Deutschland um die Olympischen Spiele 2024 bewirbt, hatte der DOSB am Samstag auf der Mitgliederversammlung in Dresden einstimmig beschlossen. Ob Berlin oder Hamburg ins Rennen gehen wird, will der DOSB erst am 21. März 2015 in der Paulskirche in Frankfurt/Main entscheiden. Bis dahin soll um die Zustimmung der Bürger in den Städten geworben werden.

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