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Heißer Sommer und Hochwasser : DLRG: 2013 mehr Einsätze – 686 Menschen gerettet

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Eigentlich sollte für die DLRG das vergangene Jahr im Zeichen ihres 100-jährigen Jubiläums stehen, doch Hochwasser und ein heißer Sommer ließen den freiwilligen Lebensrettern kaum Zeit zum Feiern.

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erstellt am 22.Mai.2014 | 17:05 Uhr

Hamburg/Bad Nenndorf | Für die DLRG-Helfer ist die Zahl ihrer Rettungseinsätze im vergangenen Jahr nach oben geschnellt. 2013 bewahrten sie 686 Menschen vor dem Ertrinken, 275 mehr als im Vorjahr, wie Hans-Hubert Hatje, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), am Donnerstag in Hamburg mitteilte. In 79 Fällen hätten die Schwimmer sogar ihr eigenes Leben riskiert, um die in Not geratenen Menschen lebend an Land zu bringen. „Eine große Zahl, die aber zeigt, dass unsere Retter kein Menschenleben verloren geben und darum kämpfen - gegen Strömung, Sturm und andere Widrigkeiten“, so Hatje.

Vor allem der heiße Sommer und die Hochwasserkatastrophe an der Elbe erforderten mehr Einsätze. „Rund 4000 Bootsführer, Strömungsretter, Sanitäter, Mediziner, Rettungsschwimmer, Fachberater und Taucher waren bundesweit in den Überschwemmungsgebieten im Einsatz“, berichtete Hatje. Zudem gab es erstmals eine Zusammenarbeit zwischen Bundespolizei, Rotem Kreuz und DLRG bei der Wasserrettung mit Hilfe von Hubschraubern. Der heiße Sommer führte nicht nur zu überfüllten Freibädern und Stränden, sondern auch zu mehr Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Meist gerieten Menschen in Not, die allein in abseitsgelegenen Seen badeten. Auch im Winter warteten speziell ausgerüstete Retter über 100.000 Stunden einsatzbereit an zugefrorenen Seen, um Schlittschuhläufern, Eishockeyspielern und Spaziergängern auf dem Eis bei Unglücken zur Hilfe zu eilen.

Im vergangenen Jahr leisteten die Mitglieder der DLRG insgesamt sieben Millionen Arbeitsstunden freiwillig und unentgeltlich. „Bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro würden wir auf etwa 62 Millionen Euro alleine für die Gehälter kommen“, merkte der Leiter der Verbandskommunikation Achim Wiese an. Bei diesem Aufwand wäre das 100-jährige Jubiläum der DLRG fast zu kurz gekommen. Dennoch gab es nahezu 100 Veranstaltungen. Für den beginnenden Sommer ist die DLRG gerüstet. Seit dem 15. Mai sind die größten Stationen an den Badestellen besetzt. Bei 12 Grad Wassertemperaturen trauen sich jedoch die wenigsten ins Wasser. In Hamburg sind bereits seit Anfang Mai alle Stellen bemannt. „Das gute Wetter haben wir erst seit wenigen Tagen. Deshalb hatten wir noch keine großen Einsätze“, sagte Hatje. Mit Blick auf das Wochenende warnte die DLRG vor Gewittern. „Es gibt nichts Gefährlicheres als ein Blitzeinschlag im Wasser“, sagte Thorsten Schreiber, der Vizepräsident des Landesverbands Hamburg.

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