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Anstoss - Die Hsv-Kolumne : Djourous Entwicklung ist wirklich erstaunlich

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unser Kolumnist Lars Zimmermann ist sich sicher - die Kapitänsbinde tut dem Schweizer gut.

Hamburg | Fehlpässe, Querschläger, ungeschicktes Zweikampfverhalten – Johan Djourou offenbarte in der vergangenen Saison viele Defizite. Der Innenverteidiger war häufig ein Sicherheitsrisiko und hatte seinen Anteil daran, dass die Abwehr häufig einem Hühnerhaufen glich und der HSV teilweise von den Gegnern regelrecht abgeschossen wurde. Umso erstaunlicher ist, wie Djourou sich in dieser Spielzeit bisher meistens präsentiert hat. Die von Rafael van der Vaart übernommene Kapitänsbinde scheint ihn regelrecht beflügelt zu haben.

Sicher in der Defensive, solide im Aufbauspiel, kampfstark, bereit, Verantwortung zu übernehmen – der unsichere Kantonist aus der Vergangenheit ist plötzlich Leistungsträger und Stütze der Mannschaft. In der derzeitigen Verfassung gehört er zu den stärksten Innenverteidigern der Liga. Zudem identifiziert sich Djourou mit seiner Aufgabe als Kapitän und dem gesamten Verein. Die bei so vielen Profis verbreitete Söldnermentalität ist bei ihm nicht zu erkennen.

Djourous sportlicher Aufwärtstrend hängt auch mit der Verpflichtung Emir Spahics zusammen. Der hat nach seinen tätlichen Angriffen gegen einen Ordner während seiner Leverkusener Zeit eigentlich in der Bundesliga nichts mehr zu suchen. Zudem neigt der Bosnier dazu, seinen Gegnern von hinten rücksichtslos in die Beine zu treten. Ein Sympathieträger sieht anders aus. Doch egal, ob man Spahic mag oder nicht: Sportlich bringt er die Mannschaft offensichtlich voran. Nicht nur Djourou ist besser geworden. Auch Dennis Diekmeier und Markus Ostrzolek agieren längst nicht mehr so fahrig wie früher und die Abwehr wirkt insgesamt wesentlich stabiler. Das ist auch ein Verdienst des bosnischen Nationalspielers.

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erstellt am 01.Nov.2015 | 06:00 Uhr

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