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Mammutprojekt „Horner Geest“ : Dieser Park reicht bald vom Hamburger Hauptbahnhof bis nach SH

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Für fünf Millionen Euro entsteht Hamburgs längster Park. Ein Clou: Anwohner sollen die Kosten selbst verteilen.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 19:33 Uhr

Hamburg | Da grünt Hamburg aber was: Die Stadt will einen Park anlegen, der sich vom Hauptbahnhof durch den Osten der Stadt bis nach Öjendorf an der Grenze zu Schleswig-Holstein zieht. Das Mammut-Projekt „Horner Geest“ in seinen beeindruckenden Zahlen: neun Kilometer lang, quer durch fünf Stadtteile mit 100.000 Menschen im Umkreis von 500 Metern. Die Kosten für die Herrichtung der Landschaftsachse liegen bei fünf Millionen Euro, 3,3 Millionen davon steuert der Bund im Rahmen seines Programmes „Nationale Projekte des Städtebaus“ bei.

Der Clou: Ein Fünftel der Gesamtsumme sollen die Anwohner im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens selbst verteilen, auch das hat es in der Hansestadt noch nicht gegeben. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) sprach vom bisher größten Bürger-Projektwettbewerb. „Bürgerinnen und Bürger sind von Anfang an dabei und können über eigene Projektideen im Wert von einer Million Euro entscheiden.“ Der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt. Denkbare Gestaltungsideen sind Spiel- und Sportangebote, Ruhe- und Naturoasen, Urban Gardening, Bühnen sowie Freiluft-Aktionen. Kerstan versprach: „Es wird nicht für die Schublade geplant.“ Die prämierten Vorschläge würden tatsächlich verwirklicht. Der Mitmach-Wettbewerb startet am 4. Juni (Infos: www.deinegeest.hamburg).

Der Hamburger Osten gehört mit 20.000 geplanten Wohnungen in den nächsten Jahren zu den Wachstumsregionen der Hansestadt. Der Umweltsenator: „Um die Lebensqualität trotz der Verdichtung zu erhalten, brauchen wir eine intelligente Planung für Parks und Grünflächen.“ Dafür sei die „Horner Geest“ ein wichtiger Baustein. Bis Ende 2019 sollen in den Stadtteilen St. Georg, Borgfelde, Hamm, Horn und Billstedt erste Teile des Parkprojekte Realität werden – mit durchgängigen Rad- und Fußwegen, Bäumen, Wiesen und Spielplätzen. 

Aus den eingereichten Ideen sollen 25 Vorschläge ausgewählt werden, die die Bürger gemeinsam mit Fachleuten in Workshops so weiterentwickeln, dass sie technisch, politisch und finanziell umsetzbar sind. Dies soll bis zu Jahresende geschehen. Abschließend werden die Sieger-Projekte gekürt, die für die Gesamtsumme von einer Million Euro umgesetzt werden sollen. Das können fünf zu je 200.000 Euro, aber auch viele kleine Projekte sein. Welche Ideen in die nächste Runde kommen, entscheiden die Stimmen der Bürger sowie eine Expertenjury, deren Einschätzungen zu gleichen Teilen einfließen. Und: Auch alle nicht ausgewählten Projekte sollen in die weitere Planung eingebracht werden. Für jede Idee wird geprüft, ob sie bei den nächsten Planungsschritten nicht doch übernommen werden kann.

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