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Luftreinhalteplan : Diesel-Fahrverbot in Hamburg: 70 Prozent der Fahrzeuge betroffen

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Die für Diesel künftig gesperrten Teilstücke der Max-Brauer-Allee und der Streesemannstraße betreffen 239.000 Autos.

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erstellt am 16.Mai.2017 | 08:17 Uhr

Hamburg | 335.943 Diesel-Fahrzeuge waren in Hamburg im April gemeldet. 238.654 davon erfüllen nicht die Abgasnorm Euro 6 und sind daher von den geplanten Durchfahrverboten an der Max-Brauer-Allee (Pkw und Lkw) und der Stresemannstraße (Lkw) betroffen. Das ergibt sich aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des CDU-Verkehrspolitikers Dennis Thering, über die das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Demnach dürfen künftig fast eine Viertelmillion in Hamburg gemeldeter Diesel-Fahrzeuge nicht mehr auf den mit Stickoxid belasteten Teilstrecken im Stadtteil Altona fahren – das sind fast 70 Prozent.

In vielen Städten Deutschlands ist die Luft zu schmutzig - und das hat Folgen für die Gesundheit. Autos mit hohem Ausstoß von gesundheitsschädlichen Stickoxiden (NOx) sollen deshalb auch aus Städten und Ballungsräumen ausgeschlossen werden.

Der rot-grüne Senat hatte im Zuge des Luftreinhalteplans Anfang Mai Durchfahrverbote angekündigt, um die Belastung zu senken. Ausgenommen von den Maßnahmen sind lediglich Diesel mit einer Abgasnorm Euro 6 beziehungsweise Euro VI (Lkw). Das Verbot trifft laut Abendblatt-Informationen auch Behördenfahrzeuge. Mehr als drei Viertel dürfen die Max-Brauer-Allee künftig nur noch eingeschränkt nutzen.

Von 2076 Diesel-Fahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und anderen städtischen Behörden sind 1611 nicht mit der erforderlichen EU-Norm unterwegs. Zu ihnen zählten auch 698 der 1027 Polizei- sowie 547 der 661 Feuerwehrfahrzeuge. Ebenfalls betroffen wären alle gut 60 Fahrzeuge der Umwelt-, Schul-, Bau-, Wirtschafts-, Finanz- und Justizbehörde.

CDU-Mann Thering bezeichnet die Fahrverbote nicht nur als „völlig unverhältnismäßig“, sondern wirft SPD-Bürgermeister Olaf Scholz auch Wortbruch vor. Dieser hatte Fahrverbote stets ausgeschlossen. Schuld an der Luftbelastung seien laut Thering Staus und die Abschaffung von Parkplätzen, die zu starkem Parkplatzsuchverkehr führten.

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