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SPD, CDU, Grüne, FDP, Linke, AFD : Diese Hamburger Parteien gewinnen Mitglieder dazu

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Nicht nur die Gesellschaft, auch viele Parteien haben ein „demographisches Problem“. Selbst wenn sich Ein- und Austritte die Waage halten, verlieren sie Mitglieder, weil ihnen „die Alten“ wegsterben.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2016 | 09:47 Uhr

Hamburg | SPD und CDU sowie die Grünen in Hamburg haben im letzten Jahr Mitglieder verloren, die kleineren Parteien konnten etwas zulegen. Mitgliederstärkste Partei der Hansestadt bleibt die SPD von Bürgermeister Olaf Scholz mit 10.500 Mitgliedern.

Bundesweit kämpfen die Parteien gegen schrumpfende Mitgliederzahlen. In Hamburg konnten zwei Parteien jetzt Zuwächse verbuchen.

Das waren zum Jahresende 2015 allerdings 300 Sozialdemokraten weniger als vor Jahresfrist. Ein- und Austritte hätten sich nahezu ausgeglichen, hieß es bei der SPD. Der Rückgang erkläre sich durch die gestorbenen Mitglieder. Anders ausgedrückt: Die Parteimitglieder sterben weg und es rücken zu wenig Jüngere nach.

Ähnlich erging es der oppositionellen CDU. Die Partei hatte zum Jahresende 7400 Mitglieder, 400 weniger als im Jahr 2014. „Das letzte Jahr war nicht leicht für uns“, sagte der CDU-Landesvorsitzende Roland Heintze. „Die verlorene Bürgerschaftswahl und die Flüchtlingskrise waren und sind eine starke Belastungsprobe für unsere Mitglieder.“ Hinzu komme die demografische Komponente, mit der alle Parteien zu kämpfen hätten.

Beim Koalitionspartner der SPD, den Grünen, gab es 2015 keine spektakulären Ausschläge. Seit Anfang 2011 habe der Landesverband um die 1600 Mitglieder. Ende 2015 waren es genau 1554. Ein Jahr zuvor waren es noch 1611.

Zulegen konnten Linke und FDP. Die Linken steigerten die Mitgliederzahl zum Jahresende 2015 um 51 auf 1307. Die Partei habe einen Erfolg bei den Bürgerschaftswahlen erzielt, zugleich aber nach der Wahl mit den Querelen um die Frontfrau Dora Heyenn eine schwierige innerparteiliche Situation gehabt, sagte ein Parteisprecher. Unterm Strich sei die Entwicklung solide, und stabil.

Die FDP-Mitgliederzahl stieg leicht um 32 auf 1067. Die Partei-und Fraktionsvorsitzende Katja Suding sieht den Grund für den Zuwachs in „dem gelungenen Turnaround unserer Partei und der erfolgreichen Arbeit der FDP-Bürgerschaftsfraktion“. „Wir sind eine Mitmachpartei, in der jeder mitgestalten kann - das steckt an.“

Die rechtspopulistische AfD, der im Februar 2015 der Sprung in die Bürgerschaft gelungen war, hat in Hamburg nach eigenen Angaben unverändert etwa 500 Mitglieder. Nach internem Streit hatte sich 2015 eine Gruppe von der AfD abgespalten. Die neue Partei des AfD-Mitgründers Bernd Lucke, Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa), hatte am 17. Januar 2016 einen Hamburger Landesverband gegründet.

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