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Manet, Picasso, junge Fotografie : Diese Ausstellungen in Hamburg müssen Sie 2016 sehen

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Hamburger Museen planen für 2016 Ausstellungen zu den verschiedensten Künstlern und Themen. Erste Höhepunkte sind bereits bekannt.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 10:42 Uhr

Hamburg | Das neue Jahr hat viel zu bieten! Nicht nur zahlreiche Größen aus dem Musik-Business kommen in den Norden, auch die Museen und Kunsthallen in Hamburg planen große Ausstellungen. Werke von Großmeister Picasso werden in der Hansestadt ebenso zu sehen sein wie Videos, Fotos oder Plakate der Subkultur der 1980er Jahre sowie junge Fotografie in Deutschland.

Die Kunsthalle

Édouard Manet (1832–1883): Le déjeuner / Das Frühstück, 1868. Öl auf Leinwand, 118,3 x 154 cm, München, Neue Pinakothek © bpk/Bayerische Staatsgemäldesammlungen .
Édouard Manet (1832–1883): Le déjeuner / Das Frühstück, 1868. Öl auf Leinwand, 118,3 x 154 cm, München, Neue Pinakothek © bpk/Bayerische Staatsgemäldesammlungen . Foto: bpk/Bayerische Staatsgemäldesammlungen 
 

Nach Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten - seit Sommer 2014 wird das Haus modernisiert, hat aber weiter geöffnet - soll am 29. April die große Wiedereröffnung gefeiert werden. Am Wochenende 30. April/1. Mai gibt es dazu ein großes Bürgerfest. Danach stehen vier Wochen lang Präsentationen der vier großen Sammlungsbereiche Gegenwart, Klassische Moderne, Alte Meister und 19.Jahrhundert auf dem Programm - bis zum Manet-Start (27. Mai).

„Mit Manets Spitzenwerken aus internationalen Museen bietet die Ausstellung die einmalige Gelegenheit, den ganzen Manet vom Frühwerk bis zum Spätwerk zu sehen - eine Chance, die es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben hat“, betonen die Veranstalter. „Dalí, Ernst, Miró, Magritte...“ heißt es unter anderem vom 7. Oktober bis zum 22. Januar 2017: Dann werden mehr als 150 teils nie gereiste Meisterwerke des Surrealismus gezeigt.

Das Bucerius Kunstforum

Pablo Picasso (1881-1973): Liegende mit Buch, 1939, Musée national Picasso, Paris, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2015.
Pablo Picasso (1881-1973): Liegende mit Buch, 1939, Musée national Picasso, Paris, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2015. Foto: Succession Picasso / VG Bild-Kunst
 

Nach den „Farben Frankreichs“, die am 17. Januar enden, machen Poussin und Monet im Bucerius Kunstforum Platz für einen anderen Großmeister: „Picasso. Fenster zur Welt“ startet am 6. Februar (bis 16. Mai 2016). „Das Motiv des Fensters zieht sich durch das gesamte Werk Picassos“, erklären die Veranstalter. Die Ausstellung versammelt Leihgaben unter anderem aus Museen in Barcelona, Paris und London.

Nach Picasso steht das Jahrhundert von Hieronymus Bosch auf dem Programm: Zum 500. Todesjahr des niederländischen Malers (1450-1516) soll „Verkehrte Welt“ (4. Juni bis 11. September 2016) die große Reichweite seiner Bildfindungen und Themen darstellen. Danach rückt „Venedig. Stadt der Künstler“ (1. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017) in den Fokus. Zu sehen sind Venedig-Bilder von Malern wie Turner und Monet.

Das Museum für Kunst und Gewerbe

Die Tödliche Doris in Form allegorischer Gestalten auf dem Festival Genialer Dilletanten, Westberlin, 1981, Foto: H. Blohm, Archiv: Die Tödliche Doris.
Die Tödliche Doris in Form allegorischer Gestalten auf dem Festival Genialer Dilletanten, Westberlin, 1981, Foto: H. Blohm, Archiv: Die Tödliche Doris. Foto: H. Blohm
 

„Geniale Dilletanten“: Unter diesem Titel widmet sich das Museum für Kunst und Gewerbe der Subkultur der 1980er Jahre in Deutschland. Es geht etwa um Bands wie Einstürzende Neubauten, Die tödliche Doris, Freiwillige Selbstkontrolle (F.S.K.), Palais Schaumburg und Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF). Vom 23. Januar bis zum 30. April 2016 soll die Ausstellung Einblicke in die Verbindungen der Akteure untereinander geben und zeigen, wie sich Kunst, Film, Mode und Design jener Zeit gegenseitig beeinflussten. Zu den Exponaten gehören Videos, Fotos, Musik, Magazine, Plakate und Modeobjekte. „Geniale Dilletanten“ ist eine Tournee-Ausstellung des Goethe-Instituts.

Ebenfalls im Januar startet „Christoph Niemann. Unterm Strich“ (20. Januar bis 10. April 2016) mit mehr als 200 Cartoons, Fotos, Animationen, Drucken, Zeichnungen und Texten des international renommierten Illustrators.

Die Deichtorhallen

Lars Hübner, Nothing to Declare.
Lars Hübner, Nothing to Declare. Foto: Lars Hübner
 

„Gute Aussichten“ bieten die Deichtorhallen im Haus der Photographie, wenn sie vom 4. März bis zum 17. April 2016 unter diesem Titel junge deutsche Fotografie 2015/2016 vorstellen. „Im zwölften Jahr von ,Gute Aussichten' wählte die neunköpfige Jury neun Arbeiten aus, die unser Weltbild radikal in Frage stellen: Quo vadis, Welt? ? Reflexion und Utopie“, heißt es in der Ankündigung. In der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg wird mit „Raymond Pettibon - Homo Americanus“ nach Angaben der Veranstalter die größte jemals präsentierte Ausstellung des Werkes des amerikanischen Künstlers zu sehen sein, darunter mehr als 700 Zeichnungen, Hunderte Flyer und Plattenhüllen. Die Arbeiten zeigten Pettibon „als Mythologen, der die prägenden Narrative der amerikanischen Kultur von Woodstock über die Präsidentschaften bis zum Krieg gegen den Terrorismus aufgreift und unterläuft“.

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