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Fussball-Nationalmannschaft : DFB sorgt für Empörung im Internet

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Ein abgedecktes Banner beim Training der Fußball-Nationalmannschaft hat für einen Proteststurm in den sozialen Netzwerken gesorgt. Der DFB versteht Verärgerung und betont seine Position gegen Diskriminierung und Faschismus.

Hamburg | Der Deutsche Fussball Bund (DFB) hat vor dem Freundschaftsspiel gegen Polen am Dienstagabend in Hamburg für einen Eklat gesorgt. Beim Abschlusstraining im Stadion des FC St. Pauli am Millerntor war das fest installierte Banner „Kein Fußball den Faschisten“ teilweise mit einer grünen Plane abgedeckt worden, so dass am Montagabend nur „Kein Fußball“ zu lesen war. Die Empörung entlud sich kurz danach in den sozialen Netzwerken:

 

 

Nachdem die Reaktionen in den sozialen Netzwerken am Montag bereits zunahmen, meldete sich der DFB noch vor dem Spiel zu Wort: „Wir sind inhaltlich klar auf der Linie des FC St.Pauli. Das sind gelebte Werte, mit denen auch wir uns identifizieren.“ Manche Nutzer konnten gerade wegen dieses Statements die Entscheidung nicht nachvollziehen:

 

Der FC St. Pauli äußerte ebenfalls sein Unverständnis für die Entscheidung des DFB: „Diese Aktion steht für uns im deutlichen Widerspruch zu all den Aktionen, die der DFB in der Vergangenheit gegen Fremdenhass, Diskriminierung und Rassismus durchgeführt hat“, teilte das Präsidium des Hamburger Zweitligisten mit. Auch ehemalige St. Pauli-Akteure meldeten sich zu Wort:

 

Nationalmannschafts-Sprecher Jens Grittner versuchte die Wogen wieder zu glätten: „Der DFB ist gegen jede Form von Diskriminierung, Rassismus und Faschismus, das stellen wir auch permanent durch zahlreiche Aktionen und Initiativen unter Beweis, etwa durch die Vergabe des Julius Hirsch Preises“, sagte er am Dienstag. Auf Twitter fügte er hinzu:

 

Einige Twitternutzer hatten dafür aber kein Verständnis:

 

 

Grittner betonte: „Der DFB wirbt für Toleranz und kämpft gegen jede Form von Diskriminierung.“ Es gebe für die Arenen die Stadion-Muster-Ordnung, an die sich die beauftragten Dienstleister gebunden fühlten. Diese sieht die „Neutralisierung“ vor, das heißt: Jedes Stadion muss frei von Werbung und politischen Bekundungen sein. Die Verlegung des Abschlusstrainings vom HSV-Stadion an die Spielstätte des FC St. Pauli war kurzfristig erfolgt, weil der Rasen der Imtech-Arena für das Länderspiel am Dienstag und das Relegationsspiel der Hamburger gegen Greuther Fürth am Donnerstagabend geschont werden sollte.

„Die Überlegung war auch, dass man auf keinen Fall Fotos und TV-Bilder von deutschen Nationalspielern vor der herausgelösten Aussage ,für Faschisten' ermöglichen wollte, hier darf es keine Räume für Fehlinterpretationen geben“, sagte Grittner. Der DFB hatte schon auf seiner offiziellen Facebook-Seite auf den Unmut zahlreicher Fans des FC St. Pauli und anderer Internet-Nutzer reagiert. „Dass der DFB für Toleranz wirbt und gegen Diskriminierung kämpft, wisst ihr“, schrieb der Verband.

Mit der Aktion hat sich der DFB aber wohl eher ein Eigentor geschossen, wie diese Nutzerin twitterte:

 

 

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erstellt am 13.Mai.2014 | 17:35 Uhr

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