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Umfrage : Deutsche für Olympia in Hamburg - Chancen stehen aber schlecht

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Eine Meinungsumfrage ergibt, dass 58 Prozent der Deutschen für die Spiele sind. 49 Prozent glauben nicht an den Zuschlag für Hamburg.

Hamburg | Kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Olympischen Spiele 2024 drücken die meisten Deutschen Hamburg die Daumen. An einen Erfolg der Hansestadt können sie jedoch nicht glauben, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. 58 Prozent der Befragten sind demnach dafür, mit Hamburg bei der Wahl anzutreten – nur 20 Prozent sind dagegen.

Die knapp 1,8 Millionen Einwohner zählende Stadt hat ihre Bewerbung bereits in der Vorwoche zum IOC nach Lausanne geschickt, die entscheidende Hürde steht aber noch bevor: Am 29. November müssen die Einwohner der Stadt in einem Referendum über eine Olympia- Bewerbung abstimmen. Gleiches gilt für Hamburgs Segel-Partner Kiel.

Den Norddeutschen räumen die Befragten allerdings kaum Chancen ein, die Spiele 2024 nach Deutschland zu holen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten sagt, Hamburg hat eher schlechte oder gar keine Chancen auf die Spiele. Nur 32 Prozent sind der Ansicht, Hamburg hat gute Chancen. Der Rest kann sich nicht entscheiden.

Neben der Hansestadt bewerben sich Los Angeles, Paris, Rom und Budapest um die Spiele. Das IOC wählt den Gastgeber im Sommer 2017.

Geht es um die Gründe der Hamburger Olympia-Gegner, stehen die finanziellen Bedenken im Vordergrund. Für 60 Prozent ist Olympia zu teuer. 65 Prozent sehen Olympische Spiele gar als Geldverschwendung an. Argumente wie „nutzlos für den Breitensport“ (20 Prozent), „zu viel Trubel in der Stadt“ (15) oder „Olympische Spiele sind nicht mehr zeitgemäß“ (12) spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Der Fahrplan nach Olympia 2024:

15. September 2015: Anmeldung der Kandidatur

15. September: Der DOSB und die Ausrichterstadt melden beim Internationalen Olympischen Kommitee (IOC) die Kandidatur für die Ausrichtung der XXXIII. Olympischen Spielen an.

7.-9. Oktober 2015

IOC-Seminar zur Information der Bewerberstädte für Olympia 2024.

29. November 2015: Bürgerentscheide in Hamburg und Kiel

Am 29. November müssen die Einwohner der Stadt in einem Referendum über eine Olympia- Bewerbung abstimmen. Gleiches gilt für Hamburgs Segel-Partner Kiel.

8. Januar 2016: Bewerbungsunterlagen

Abgabe der ersten Bewerbungsunterlagen beim IOC. Das sogenannte Mini Bid Book der Bewerberstädte wird rund 80 Seiten umfassen.

April/Mai 2016

Das IOC-Exekutivkomitee wählt die Kandidatenstädte aus.

5.-21. August 2016: Olympia in Rio

Die Kandidatenstädte nehmen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro am Beobachterprogramm des IOC teil.

Januar 2017

Alle Kandidatenstädte müssen die entscheidenden Bewerbungsunterlagen und Garantieerklärungen beim IOC einreichen.

Februar/März 2017

Besuch der IOC-Evaluierungskommission in den Kandidatenstädten.

Juni 2017

Veröffentlichung des IOC-Evaluierungsberichtes.

Sommer 2017

Die IOC-Session wählt in Lima/Peru die Olympia-Stadt für die Sommerspiele 2024.

 
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erstellt am 14.Sep.2015 | 07:57 Uhr

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