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Hamburg : Der Welthafen braucht die Elbvertiefung

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Hafen in Hamburg will sich auch weiterhin als Welthafen beweisen. Dafür braucht es nach Ansicht der Stadt die Elbvertiefung.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 09:11 Uhr

Leipzig/Hamburg | Ökologie oder Ökonomie? Rund 15 Jahre nach Beginn der ersten Planungen entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute über die Zulässigkeit der Elbvertiefung. Ab 10 Uhr will der Vorsitzende Richter Rüdiger Nolte das Urteil verkünden. Das Gericht hatte sich gut sechs Wochen für die Urteilsfindung Zeit gekommen. Kurz vor Weihnachten war der komplexe Sachverhalt nochmals an drei Tagen in mündlicher Verhandlung erörtert worden. Die Umweltverbände BUND und Nabu klagen mit Unterstützung des WWF gegen die geplante Vertiefung und Verbreiterung der Elbfahrrinne zwischen Hamburg und der Mündung bei Cuxhaven. Die Umweltschützer halten die Naturschäden des Eingriffs für unverantwortlich. Hamburg und der Bund weisen das zurück. Die Planungen nehmen nach ihrer Überzeugung genügend Rücksicht auf Flora, Fauna und Deichsicherheit des Flusses. Hamburg brauche die etwa 600 Millionen Euro teure Vertiefung, um Welthafen zu bleiben. 

Während die klagenden Umweltverbände heute mit ihren Spitzenvertretern in Leipzig erwartet werden, lassen Hamburg und der Bund ihre Führungsriege zu Hause. Wirtschaftssenator Frank Horch will sich um 12 Uhr in der Hansestadt zum Urteil äußern, Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) gegen 13.45 Uhr in Berlin.

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